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Uelzen: Versorger SVO verdoppelt den Gaspreis zum 1. November

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Gasherd
Wie so viele andere Energieversorger auch wird die SVO-Gruppe die Gaspreise deutlich erhöhen - und zwar zum 1. November. Zwei Beispielrechnungen des Unternehmens weisen mehr als Verdopplungen der Kosten je Haushalt aus. © Marijan Murat/dpa

Der Energieversorger SVO erhöht zum 1. November die Preise in der Grund- und Ersatzversorgung für Erdgas.

Uelzen/Landkreis – Wie das Unternehmen mit Sitz in Celle mitteilt, bedeutet die Erhöhung des Arbeitspreises im Produkt „SVO Erdgas klassisch“ um 11,85 Cent pro Kilowattstunde (brutto) „gut eine Verdoppelung der verbrauchsabhängigen Preise“, so Pressesprecher Thomas Hans. Der Grundpreis im Produkt bleibe unverändert.

Die SVO-Gruppe führt die neuen staatlichen Umlagen sowie die stark gestiegenen Beschaffungskosten auf den internationalen Energiemärkten durch den Ukraine-Krieg als Gründe für die Preiserhöhung an. Alle betroffenen Kunden würden informiert und die monatlichen Abschläge automatisch angepasst. Bislang hätten nur wenige Kunden von sich aus die Abschlagszahlungen erhöht.

So fallen zwei Beispielrechnungen aus

Die Großhandelspreise haben sich für Erdgas laut SVO seit Mitte 2021 verzehnfacht. Dieser Energiepreisexplosion könne man sich nicht entziehen. „Wir sind gezwungen, einen Teil der Preissteigerungen im Einkauf weiterzugeben“, heißt es. Die Preissteigerungen fielen geringer aus als die vieler Wettbewerber.

In Beispielen führt die SVO aus, dass ein Ein- oder Zwei-Personen-Haushalt mit 60 Quadratmetern Wohnfläche und einem durchschnittlichen Verbrauch von knapp 10 000 Kilowattstunden pro Jahr im Produkt „SVO Erdgas klassisch“ statt 1041,27 künftig 2218,20 Euro bezahlen müsse. Bei drei oder vier Personen auf 150 Quadratmetern und einem Verbrauch von knapp 25 000 Kilowattstunden steigen die Kosten von 2371,32 auf 5304,79 Euro.

Servicepersonal wird deutlich aufgestockt

Die Zählerstände werden zum Stichtag 1. November rechnerisch ermittelt – auf Grundlage des Vorjahresverbrauchs. Außerdem fließe in die Berechnung ein, dass der Großteil des Erdgases in kälteren Monaten verbraucht werde. Eine Zwischeneingabe des Zählerstands im Internet sei nicht erforderlich, aber möglich.

Die SVO rechnet mit Kundennachfragen „im hohen vierstelligen Bereich“, stockt deshalb sein Servicepersonal auf. Zugleich wird auf das Kundenportal verwiesen (www.svo.de). Die SVO-Gruppe beliefert nach eigenen Angaben 250.000 Kunden vor allem in den Kreisen Uelzen und Celle mit Strom, Gas, Wasser und Wärme.

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