Dass erwachsene. . .

. . . Menschen sämtliche Energie dafür aufwenden, einem Ball hinterherzulaufen, ist ja schon ein Mysterium. Dass Uhlenköpers Kollegen sich auch noch richtig in Rage reden können, wenn so eine Ball-Jagd mal wieder vorgekommen ist und live übertragen wurde, lässt ihn dann doch manchmal schmunzeln.

Aber beim Besuch seines Patenkindes hat er festgestellt, dass es ähnlich unverständliche Ziele gibt. Der Uhlenköper war mit der Achtjährigen und ihren Freundinnen im Schwimmbad und wurde von den Mädchen darum gebeten, einen Ring ins tiefe Becken zu werfen. Aber nicht nur einmal oder zweimal. Nein, unzählige Male hielten die Freundinnen die Luft an, tauchten in die Tiefe und holten strahlend den Ring heraus, und ihre Begeisterung wuchs jedes Mal noch mehr. Uhlenköper, der nun den fauleren Part hatte und immer nur werfen musste, hatte genug Gelegenheit, sich im Becken umzuschauen. Da war auch ein anderes Mädchen, das das Tauchen übte. Die Mutter warf jedes Mal den Ring ein Stück tiefer. Selbst als das Kind in Tränen ausbrach und völlig fertig streiken wollte, musste es die Übung fortsetzen. Ob Ball oder Ring – es muss ein Überbleibsel des Jagdtriebs sein, der aus der Steinzeit erhalten blieb, ahnt der Uhlenköper.

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