Zweites mobiles Impfteam startet

Corona: 117. Todesfall im Landkreis - über 100 akute Fälle

Mitarbeiter des ersten mobilen Impfteams im Rahmen einer „aufsuchenden Impfung“ in der Ostfalia Hochschule Suderburg. 537 Impfungen sind so bislang erfolgt – vor allem Auffrischungsimpfungen.
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Mitarbeiter des ersten mobilen Impfteams im Rahmen einer „aufsuchenden Impfung“ in der Ostfalia Hochschule Suderburg. 537 Impfungen sind so bislang erfolgt – vor allem Auffrischungsimpfungen.
  • Lars Becker
    VonLars Becker
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Die Entwicklung der Corona-Pandemie im Landkreis Uelzen ist auch zum Ende der Woche alarmierend geblieben: Erstmals liegt die Zahl der akuten Fälle wieder über 100, die Inizidenz kletterte auf über 70. Zudem gibt es das 117. Todesopfer zu beklagen.

Uelzen/Landkreis – Die Zahl der akut mit dem Coronavirus infizierten Personen im Landkreis Uelzen ist am Freitag (29. Oktober) erstmals seit langer Zeit wieder in den dreistelligen Bereich geklettert. Bedingt durch sechs bestätigte Neuinfektionen bei nur drei weiteren Genesungen gelten 101 Menschen als covid-19-erkrankt.

Die 7-Tage-Inzidenz stieg auf jetzt 71,3 – am Montag dürfte aller Voraussicht nach am fünften Tag in Folge ein Wert von über 50 erreicht werden, so dass dann über eine Allgemeinverfügung ab Dienstag wieder die erweiterte 3G-Regel gelten dürfte – wie zuletzt ab dem 25. September.

Person aus der Samtgemeinde Bevensen-Ebstorf gestorben

In der Samtgemeinde Bevensen-Ebstorf wurde zudem ein weiterer Todesfall im Zusammenhang mit der Pandemie registriert – es ist der 117. im Landkreis. Der letzte zuvor war am 16. September bekannt geworden.

Auch die Zahl der Personen in Quarantäne stieg binnen 24 Stunden deutlich um 30 auf 298 – vor vier Tagen noch waren es 120 weniger. 165 davon sind Reiserückkehrer, mit dem Ende der Herbstferien könnte dieser Wert weiter steigen. Und auch im Helios Klinikum wird eine Person mehr mit oder wegen Covid-19 behandelt (4).

537 „aufsuchende Impfungen“ von Hochschule bis Pflegeheim

Derweil nimmt im Landkreis das zweite mobile Impfteam seine Arbeit offiziell auf. Seit exakt zwei Wochen ist das erste von insgesamt zwei geplanten mobilen Impfteams des Landkreises Uelzen nun im Einsatz. Bis einschließlich Freitag hat dieses erste Team des DRK-Kreisverbandes Uelzen, der durch den Landkreis mit Aufbau und Betrieb der Impfteams beauftragt ist, genau 537 Impfungen gegen das Coronavirus vorgenommen – hiervon 60 Erstimpfungen, 31 Zweitimpfungen und 446 Auffrischungsimpfungen. Dabei wurde fast ausschließlich der Impfstoff von Biontech verabreicht.

Zu diesem Zweck hat das mobile Impfteam bereits gezielt verschiedene Einrichtungen beziehungsweise vulnerable Gruppen aufgesucht, die ihren Bedarf zuvor beim DRK-Kreisverband angemeldet hatten. Dazu zählen zum Beispiel die Ostfalia-Hochschule in Suderburg, mehrere Alten- und Pflegeheime sowie darüber hinaus Gemeinschaftsunterkünfte für Flüchtlinge.

Einrichtungen können Impfbedarf beim Landkreis melden

Einrichtungen im Landkreis Uelzen, die das Impfangebot des Teams nutzen möchten, haben auch weiterhin die Möglichkeit, ihren Bedarf entweder unter der Rufnummer (05 81) 903 22 94 oder über die E-Mail-Adresse MIT@drk-uelzen.de anzumelden.

Am kommenden Montag, 1. November, wird auch das zweite Impfteam offiziell seine Arbeit aufnehmen und im Landkreis Uelzen entsprechende Impfdosen gegen das Coronavirus verabreichen. „Damit ist sichergestellt, dass die uns gemeldeten Bedarfe auch zeitnah abgearbeitet werden können“, so Landrat Dr. Heiko Blume.

Mobile Impfteams unterstützen niedergelassene Ärzte

Impfungen gegen das Coronavirus sollen aktuell vorrangig durch die niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte des ambulanten Regelversorgungssystems erfolgen. Die beiden mobilen Impfteams hat der Landkreis gemäß entsprechenden Vorgaben des Landes Niedersachsen zu deren Unterstützung eingerichtet.

Aufgabe ist es, ein Angebot zur aufsuchenden Impfung zu schaffen, wenn der Impfbedarf zur Bewältigung der epidemischen Lage entweder in dem erforderlichen Umfang oder in der Kürze der Zeit nicht allein von den niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten einschließlich den Betriebsärztinnen und Betriebsärzten sichergestellt werden kann.

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