Untersuchung gibt Sicherheit für acht Stunden

Ebstorfer Testzentrum ist gestartet

Apothekerin Eva Heitmann-Leong nimmt einen Corona-Abstrich
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Apothekerin Eva Heitmann-Leong nimmt im neuen Ebstorfer Testzentrum bei Mitarbeiterin Antje Schulze einen Abstrich.
  • Gerhard Sternitzke
    vonGerhard Sternitzke
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Mit 14 Nutzern ist am 17. März das Ebstorfer Corona-Testzentrum in Betrieb gegangen. Nur Besucher mit gültigem QR-Code durften die ehemaligen Gewerberäume in der Celler Straße 1 betreten. .

Ebstorf – Dort stehen drei Kabinen für die Untersuchungen bereit. Apothekerin Eva Heitmann-Leong, die das Testzentrum betreibt, trägt FFP-2-Maske, Gesichtsvisier, Gummihandschuhe und Schutzanzug. Mit dem Wattestäbchen nimmt sie den Abstrich aus dem hinteren Nasen-Rachenbereich, eine für manche unangenehme Prozedur. „Das Virus entwickelt sich im hinteren Rachenbereich. Da muss man hingehen“, erklärt die Inhaberin der Ratsapotheke. Spätestens ab dem 22. März will sie einen neuen Test einsetzen, für den der Abstrich weniger tief angesetzt werden muss.

Nach einer Viertelstunde gibt es das Ergebnis

Nach einer Viertelstunde gibt es das Ergebnis. Wer zum Schnelltest kommt, hat auch einen Anlass dafür, erklärt die Apothekerin, weil er das Zertifikat, das es anschließend gibt, beruflich braucht oder Angehörige schützen will. „Die Liste wächst ständig“, berichtet Eva Heitmann-Leong. Mit dem Zugang ausschließlich mit vorheriger Anmeldung auf der Internetseite der Ratsapotheke und einem QR-Code, der aufs Handy des Betroffenen geschickt wird, stellt das Testzentrum sicher, dass mögliche Infektionen vermieden werden.

Apothekerin Eva Heitmann-Leong führt im neuen Ebstorfer Testzentrum an der Celler Straße Corona-Schnelltests durch. Unterstützt wird sie von freiwilligen Helfern wie (hinten von links) Andrea Lewing, Doris Deuhs-Wagner und Alexandra Kappler. Mit im Einsatz ist Mitarbeiterin Antje Schulze.

Nach dem Abstrich wird die Probe mit einer Reagenzflüssigkeit getränkt. Das Ergebnis sei zu 99 Prozent sicher, betont Eva Heitmann-Leong. „Nach dem Test sind die Leute acht Stunden sicher, keinen Menschen anzustecken. Erfahrungen zeigen, dass sie sogar zwölf bis 24 Stunden sicher sind“, erklärt die Apothekerin. Zeigt sich im Schnelltest allerdings ein rosafarbener Streifen, was bislang noch nicht passiert ist, dann ist das Coronavirus nachgewiesen. Der Patient wird dann an den Hausarzt verwiesen, der noch einmal einen PCR-Test durchführt.

Den Anstoß für das Schnelltestzentrum hatte Bürgermeister Heiko Senking gegeben. Er wollte als Vorsitzender des TuS Ebstorf das Vereinsheim zur Verfügung stellen (AZ berichtete). Dies war jedoch nicht möglich, weil das Testzentrum sich nach Auflagen der Apothekerkammer im Nahumfeld der betreuenden Apotheke befinden muss. Ortsansässige Firmen haben bei der Ausstattung geholfen. Den Betrieb gewährleisten sechs freiwillige Helfer. „Weil ich schnell wieder ein normales Leben führen möchte“, sagt etwa Andrea Lewing.

• Das Testzentrum ist vorerst werktags von 9 bis 11 Uhr geöffnet, dienstags und mittwochs auch von 15 bis 16 Uhr. Voraussetzung ist eine Anmeldung im Internet. Wer damit Schwierigkeiten hat, kann sich in der Apotheke helfen lassen. In der Osterzeit will Eva Heitmann-Leong zusätzlich Testzeiten am Karfreitag und am Ostersonnabend anbieten.

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