Buchung der Impfangebote sinkt stark

Corona im Landkreis Uelzen: Jetzt 79 bestätigte Omikron-Fälle

Coronavirus
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Die Analyse im Labor hat für den Landkreis Uelzen bislang 79 bestätigte Omikron-Fälle ergeben.
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Weitere Omikron-Fälle, viele Impfangebote, zum Glück kaum noch Infektionen in Alten- und Pflegeheimen: Wir fassen die aktuelle Corona-Situation im Landkreis Uelzen zusammen.

Uelzen/Landkreis – Am Freitag haben Bund und Länder neue Corona-Maßnahmen vereinbart, am Sonnabend (8. Januar) gibt es im Landkreis Uelzen gleich drei Impfangebote: von 8.30 bis 15.30 Uhr in der Mensa der Hermann-Löns-Schule für Kinder von fünf bis elf Jahren; von 9 bis 13 Uhr in der internistischen Gemeinschaftspraxis Herzog/Lühring/Kocks in der Alewinstraße 1 (Tel.: 1 60 88); ab 9 Uhr im Dialyse-Zentrum am Peter-Cordes-Weg 9 (Tel.: 97 66 000).

Hier waren zwar jeweils Anmeldungen erforderlich, es kann aber zumindest für die Erwachsenen-Angebote sinnvoll sein, auch heute noch kurzfristig telefonisch zu erfragen, ob Impfungen möglich sind. Die Resonanz sei jeweils sehr gut gewesen, trotzdem könne es durch Absagen zu freien Kapazitäten kommen.

Zur Entwicklung der Pandemie vor Ort im Hinblick auf die Impfangebote oder auch die Omikron-Variante hat die AZ dem Landkreis folgende Fragen gestellt:

Werden Impfangebote gut angenommen?

Der Landkreis erhebt täglich die Gesamtzahl der durch die fünf Mobilen Impfteams durchgeführten Impfungen. Statistisch nicht erfasst werde indes, ob dabei ein spezielles Impfangebot genutzt wurde. „Lediglich für die Kinderimpfungen lässt sich bei den Terminen am 23. und 29. Dezember 2021 eine hundertprozentige Auslastung ableiten. Rückblickend kann gesagt werden, dass seit dem 17. Dezember 2021 geplante Impfungen voll ausgelastet waren“, so Kreissprecher Martin Theine zur AZ.

Aktuell jedoch nehme die Buchung der Termine stark ab. „Am 5. Januar hat das Angebot erstmals die Nachfrage überschritten“, so Theine weiter. Bis Monatsende gibt es noch sage und schreibe 22 Impfangebote (www.landkreis-uelzen.de).

Gibt es Standorte, die stark gefragt sind?

Im Buchungsportal des Landes gebuchte Termine können die Mitarbeiter des Landkreises unmittelbar einsehen. „Vor diesem Hintergrund ist festzustellen, dass sich die Impfstandorte in Bad Bevensen, Bad Bodenteich, Gerdau, Rosche, Steddorf, Suderburg und Suhlendorf als dezentrale Anlaufpunkte bewährt haben und deshalb geplant ist, diese weiter aufrechtzuerhalten, so lange die Nachfrage anhält“, erläutert Martin Theine. Inwieweit fest vereinbarte Termine am Ende nicht eingehalten werden, weil Personen beispielsweise in der Zwischenzeit in einer Arztpraxis geimpft wurden, werde durch den Landkreis nicht erfasst.

Gibt es Impfungen wieder ohne Termin?

Ja. In der Zentralen Impfstation des Landkreises Uelzen im ehemaligen Netto-Markt an der Celler Straße 3 besteht am kommenden Donnerstag, 13. Januar, von 8.30 bis 19 Uhr für alle Impfwilligen ab zwölf Jahre die Möglichkeit zur Impfung ohne vorherige Terminvereinbarung.

Gleichzeitig bleibt auch für diesen Tag eine Terminbuchung über das Portal des Landes (www.impfportal-niedersachsen.de) oder die Impfhotline (0 800) 99 88 66 5 möglich. Erhältlich sind sowohl Erst- als auch Zweitimpfungen sowie Auffrischungsimpfungen („Booster“).

Wie breitet sich die Omikron-Variante aus?

Insgesamt wurden im Landkreis Uelzen mit Stand von Donnerstag 79 Omikron-Fälle nachgewiesen. In der letzten Kalenderwoche 2021 sei in 28,9 Prozent der nachgewiesenen Infektionen diese Variante nachgewiesen worden. „Hier kann es allerdings noch zu Veränderungen des prozentualen Anteils kommen“, teilte der Landkreis mit.

Wie ist der Status der Alten- und Pflegeheime?

Erfreulich: Die Ausbreitung des Virus macht im Landkreis zumindest aktuell einen Bogen um Alten- und Pflegeheime, deren umfangreiche Hygiene- und Schutzmaßnahmen aufzugehen scheinen. Ebenfalls mit Stand von Donnerstag war den Behörden lediglich eine Bewohnerin als bestätigter Fall bekannt, dazu eine Mitarbeiterin eines weiteren Heimes. Diese Zahlen waren in der Vergangenheit sehr viel höher. Ebenso positiv zu bewerten: „Weitere Personen aus Alten- und Pflegeheimen befanden sich nicht in Quarantäne“, so die Kreisverwaltung.

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