Buchhandlungen. . .

. . . sind für den Uhlenköper normalerweise ein kleines Paradies. Stundenlang kann er sich dort aufhalten und nach einer von außen nicht erkennbaren Systematik Bücher auswählen und anlesen.

Oft reicht der erste Absatz, um zu entscheiden, ob er es zu Ende lesen möchte. Eine ganz neue Erfahrung hat der Uhlenköper allerdings jüngst gemacht. Noch nie hat er sich in einer Buchhandlung so extrem gelangweilt. Es war eine Fachbuchhandlung für Medizin und Informatik, für den Uhlenköper zum Schnarchen ermüdend, für seine bessere Hälfte allerdings genau das Gegenteil. Denn in dieser Bücherwelt ergeht es ihr ebenso wie dem Uhlenköper in einer ganz normalen Buchhandlung. Stundenlang kann sie blättern, schmökern, sich durch die Regale und Wälzer arbeiten und wenn sie am Ende der einen Wand angekommen ist, fängt sie von vorne an. Uhlenköper versucht dann, sich irgendwo niederzulassen, zieht seinen eigenen nicht sehr wissenschaftlichen Roman aus der Tasche und vertieft sich dort hinein. Und seit er weiß, wo sich diese Fachbuchhandlung befindet, schlägt er beim samstäglichen Stadtbummel mit der besseren Hälfte einfach unauffällig die entgegengesetzte Richtung ein, der Uhlenköper.

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