Bau bleibt eine Frage des Geldes

Das Raumordnungsverfahren für die A39 ist am Montag eröffnet worden. Die betroffenen Kommunen und Interessenverbände (insgesamt 220 Beteiligte) sollen bis zum 30. Juni ihre Stellungnahmen abgeben und bekommen dafür die 32 Aktenordner umfassenden Planungsunterlagen zur Verfügung gestellt (ab 24. April sind diese Unterlagen unter www.strassenbau.niedersachsen.de für jedermann einsehbar, dort ist ab sofort auch die Vorzugsvariante abrufbar). Die Unterlagen werden in den betroffenen Gemeinden auch ausgelegt, Bürger haben die Möglichkeit, selbst Stellungnahmen abzugeben.

Die Eingaben der Kommunen und Verbände sind Grundlage für Erörterungsgespräche. Die Lüneburger Regierungsbehörde prüft dann, welche Änderungen und Ergänzungen unter landesplanerischen Gesichtspunkten sinnvoll sind. Dabei können auch Korrekturen an der Vorzugsvariante das Ergebnis sein. Das Gesamtresultat geht dann als sogenannte "landesplanerische Feststellung" an das Bundesverkehrsministerium, wo die endgültige Linienbestimmung erfolgt.

Mit einem Baubeginn ist laut Chefplaner Friedhelm Fischer nicht vor 2012 zu rechnen — und hierbei ist noch nicht eingeplant, dass das ganze Vorhaben sich durch Klagen verzögern könnte.

Natürlich wurde Fischer gestern auch gefragt, wann die Autobahn denn fertig sein könnte. Seine Antwort verwies auf eine weitere Unwägbarkeit — die Finanzen: "Sagen Sie mir, wieviel Geld in welchem Jahr zur Verfügung gestellt wird, dann kann ich eine Prognose abgeben."

Erschienen: 29.03.2006: IK / az / Seite:8

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare