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Bisher 386 Ukrainer im Landkreis Uelzen registriert

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Von: Lars Becker

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Das DRK hat zusammen mit dem THW die alte Sporthalle der KGS zur Notunterkunft umgebaut - hier der Blick in eines der Zelte, wobei nicht alle Feldbetten auf so engem Raum stehen bleiben sollten.
In der Notunterkunft in der alten Sporthalle der KGS Bad Bevensen leben aktuell 55 Personen aus der Ukraine, weitere Zuweisungszahlen für die kommende Woche liegen bereits vor.  © Lars Becker

Durch die Ausländerbehörde des Landkreises Uelzen sind mit Stand von Dienstagabend um 17.30 Uhr bisher 386 Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine registriert worden. Dabei handelt es sich um Vertriebene, die dem Kreis durch das Land zugewiesen worden sind. Das hat Kreissprecher Martin Theine auf AZ-Anfrage erklärt.

Uelzen/Landkreis – Bei 244 Personen davon sei auch schon die vorgeschriebene erkennungsdienstliche Behandlung abgeschlossen worden. „Die Anzahl derjenigen Vertriebenen, die durch private Initiativen in den Landkreis gekommen sind, ist dem Landkreis nicht bekannt“, erklärte Theine weiter.

Sie dürfte aber ebenfalls im dreistelligen Bereich liegen. Privat untergekommene Personen müssen sich in den ersten 90 Tagen ihres Aufenthaltes in Deutschland auch nicht zwingend registrieren lassen. Allerdings ist eine Registrierung Voraussetzung für finanzielle und soziale Leistungen, etwa die Gesundheitsversorgung.

Zehn weitere Mietverträge abgeschlossen

In der Notunterkunft in der alten Sporthalle der KGS Bad Bevensen würden sich aktuell 55 Personen aus der Ukraine befinden, weitere Zuweisungszahlen für die kommende Woche lägen bereits vor. Der Aufenthalt der Menschen in der KGS-Halle sei aktuell durchschnittlich noch länger als die ursprünglich anvisierten ein bis drei Tage.

„Durch den Landkreis konnten bisher 51 aus der Ukraine vertriebene Menschen in 15 Wohnungen untergebracht werden. Die eingehenden Wohnungsangebote werden sukzessive auf ihre Tauglichkeit hin geprüft. Mit Wirkung zum 1. April konnten bisher zehn weitere Mietverträge abgeschlossen werden“, berichtet Theine.

Alte BGS-Kaserne in Bad Bodenteich bald in Betrieb

Parallel arbeitet der Landkreis daran, die ehemaligen Kaserne des Bundesgrenzschutzes in Bad Bodenteich für die Erstaufnahme weiterer Kriegsflüchtlinge nutzen zu können. Man befinde sich weiterhin in Abstimmungsgesprächen mit dem Land Niedersachsen.

„Seitens des Landkreises ist geplant, die Immobilie in absehbarer Zeit als Unterkunft zur Erstaufnahme in Betrieb zu nehmen“, betonte der Kreissprecher. Dem Vernehmen nach stehen auf dem Gelände noch Themen wie der Brandschutz im Fokus, ehe eine Nutzung beginnen kann.

Zusammenarbeit „sehr gut und konstruktiv“

Angesichts der besonderen Herausforderungen, mit denen sich alle Beteiligten konfrontiert sehen würden, stelle sich die Zusammenarbeit mit Samtgemeinden, der Gemeinde Bienenbüttel und der Hansestadt Uelzen „aus hiesiger Sicht als sehr gut und konstruktiv dar. Durch regelmäßige enge Abstimmung ist es bisher gelungen, Abläufe und Strukturen im Bedarfsfall kurzfristig zu optimieren“, resümiert der Kreis.

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