Kulturverein Bienenbüttel plant das kommende Jahr / Rückblick auf 2013

Zwischen Pop und Poesie

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Ulrich Niehoff, Brigitte Mundt-Hemmerling und Christine Oehlmann vom Kulturverein Bienenbüttel planen die Veranstaltungen für den Beginn des Jahres 2014.

Bienenbüttel. Mit 57 Mitgliedern ist der Kulturverein Bienenbüttel relativ klein. Aber er ist einer, der versucht, die Einheitsgemeinde im Norden mit einer Mischung aus Unterhaltung und kulturellem Anspruch zu versorgen, und dies mit vielen Veranstaltungen im Jahr umsetzt.

Für das kommende Jahr ist in Bienenbüttel bereits einiges in Planung: Fans von Musik und Malerei können sich bereits einige feste Termine in den Kalender schreiben.

Eine kulturelle Linie oder einen thematischen Schwerpunkt setzt sich der Kulturverein dabei nicht. Gezeigt wird, was gefällt und was die Kulturschaffenden der Kommune als interessante und bildende Kultur einordnen – ohne das breite Publikum zu langweilen, und ohne zu akademisch zu werden. „Es gibt“, sagt die Vorsitzende Christine Oehlmann, „keine Kulturszene in dem Sinne. Und es gibt auch kein Stammpublikum, auf das man bauen kann. Das macht die Arbeit auch sehr aufregend.“ Denn immer wieder müssen die Vereinsmitglieder hoffen, dass ihre Veranstaltungen das Publikum ziehen.

Beispiel Klezmer-Konzert zum Ende des Kulturradelns 2013: „Wir dachten zum Teil, das könnte auch eine Nischenveranstaltung sein“, so Oehlmann, „aber dann kamen wir mit dem Stühleschleppen für die Zuhörer kaum noch nach.“ Das passiere schonmal: Man denkt, Veranstaltungen werden nicht stark wahrgenommen, und auf einmal ist die Hütte voll.

Der Blick auf das Jahr 2013 ist ein zufriedener: Einen Schwerpunkt habe der Verein im Frühjahr mit Konzerten und Veranstaltungen des Kulturfrühling gehabt, dann kam der Schwerpunkt Kulturradeln, bei dem Hobbykünstler aus der ganzen Einheitsgemeinde ihre Fähigkeiten präsentieren konnten. „Das ist immer ein organisatorischer Kraftakt“, sagt Oehlmann. Der Lohn der Mühe: Kulturschaffende, die sonst nicht in der Öffentlichkeit stehen, können sich darstellen. Und: „Viele unserer Mitglieder sind durch unser Kulturradeln dazugekommen. Die Leute sind dann beeindruckt von der Kultur in der Gemeinde und möchten uns als Verein dann unterstützen. Und wenn es passiv ist“, erklärt die Vorsitzende.

Der Verein hat keinen eigenen Veranstaltungsraum, deshalb baut er auf eine Zusammenarbeit mit den Institutionen vor Ort. Darunter fallen die Gemeinde (beispielsweise auch mit der Bücherei) oder die Kirche. Letztere hat die großen Räume, die der Kunstverein braucht. „Es ist toll, dass wir unkompliziert beispielsweise das kirchliche Gemeindehaus nutzen können“, sagt Oehlmann, „auch wenn es Leute gibt, die sich vom kirchlichen Umfeld nicht angezogen fühlen – und deshalb wegbleiben.“ Das, meint sie, seien aber wenige.

Im kommenden Frühjahr steht zunächst ein recht gemischtes Programm an: Am 24. Januar gibt es die Vernissage für eine neue Ausstellung im Rathaus, bei der Karin Cramer aus Melbeck Malerei zeigt. Am 7. Februar folgt das „LesenLauschenLeckereien“ in Zusammenarbeit mit der Bücherei Bienenbüttel, bei der Leute aus dem Ort zum Thema „Winterabend“ vorlesen können. Ab 17. Mai folgt dann eine größere Veranstaltung, die Band „Graceland“ aus Stuttgart kommt mit einem Streichquartett und wird Lieder von „Simon & Garfunkel“ spielen. Sie wird im Gemeindehaus stattfinden. Ab dem 25. April schließlich ist eine weitere Ausstellung im Rathaus geplant, bei der Marlies Hoffmann dann „Akte und Ab-strakte“ zeigen wird.

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