1. az-online.de
  2. Uelzen
  3. Bienenbüttel/Lüneburg

B 4 zwischen Bienenbüttel und Jelmstorf wird ab Frühjahr 2024 zu 2+1-Querschnitt umgebaut

Erstellt:

Von: Jannis Wiepcke

Kommentare

B4-Auffahrt in Groß Liedern
Der Schritt hin zu einer 2+1-Verkehrsführung stellt die dritte Stufe eines Konzeptes zur Verbesserung der Situation auf der B4 – hier an der Groß Liederner Auffahrt – dar. © Wiepcke, Jannis

Immer wieder kommt es auf der B 4 zwischen Bienenbüttel und Jelmstorf zu gefährlichen Überholvorgängen. Die Strecke soll daher im Zuge einer Fahrbahnerneuerung ab dem Frühjahr 2024 zu einem 2+1- Querschnitt umgebaut werden

Bargdorf - Verkündet hat dies die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr (NLStBV) am Donnerstag in einer Pressemitteilung als Antwort auf eine Anfrage der AZ. Am vergangenen Dienstag war das Vorhaben bereits in einer Anliegerversammlung, zu der nur die Bargdorfer Dorfbewohner zugelassen waren, vorgestellt worden.

Dirk Möller, Leiter des Geschäftsbereiches Lüneburg, fasst die Gründe der NLStBV für das geplante Vorhaben zusammen: „Die Umsetzung unserer Baumaßnahme auf dem rund vier Kilometer langen Abschnitt zwischen Jelmstorf und Bienenbüttel wird die Verkehrssicherheit erhöhen und den Überholdruck zwischen Lüneburg und Uelzen weiter verringern.“ Damit sei auch der Rückbau der bestehenden Mehrzweckstreifen verbunden, die als Hauptgrund für die gefährlichen Überholmanöver angeführt werden.

Der Schritt hin zu einer 2+1-Verkehrsführung zwischen Bienenbüttel und Jelmstorf stellt die dritte Stufe eines Konzeptes zur Verbesserung der Situation auf der B 4 zwischen Kirchweyhe und Lüneburg dar. Vorausgegangen waren Maßnahmen zur Geschwindigkeitsbegrenzung und Einziehung der Mehrzweckstreifen mittels Leitposten sowie die bereits realisierte 2+1-Verkehrsführung zwischen Tätendorf und Kirchweyhe (AZ berichtete).

Ebenfalls Bestandteil des Vorhabens: Die Umgestaltung des im Bereich der Baustrecke liegenden Knotenpunktes B 4 / Kirchweg, der eine seitens der Gemeinde geplante Gewerbegebietsausweisung berücksichtigen soll. Der Bereich soll über eine Ampel gesteuert werden, um „flexibel auf die jeweilige Verkehrsbelastung reagieren zu können und eine optimale Leistungsfähigkeit im genannten Knotenpunkt zu erreichen.“ „Ein weiterer wichtiger Punkt ist der NLStBV zufolge die sichere Querung der Bundesstraße 4 durch Radfahrer sowie Fußgänger.

Grunderwerb werde für die Maßnahme voraussichtlich nur in „überschaubarem Rahmen“ benötigt. Nach aktuellem Stand betreffe dies lediglich den Bereich des Knotenpunktes und nicht jenen entlang der Strecke. „Wir sehen die Vorteile der Maßnahme – deutlich sicherer und schneller aus dem Ort zu kommen, um beispielsweise als Pendler rechtzeitig am Bahnhof zu sein“, äußert sich Bienenbüttels Bürgermeister Dr. Merlin Franke zu dem Bauvorhaben.

Bei den Fragen zur Bauzeit und Kosten für die Fahrbahnerneuerung bittet die NLStBV um Geduld. Diese könnten erst nach Planungsabschluss und einer Detaillierung des Baukonzepts beantwortet werden.

.  

Auch interessant

Kommentare