Gemeinde investiert Millionen in neue Ilmenauhalle und die Kläranlage

Zwei Großprojekte für Bienenbüttel

Die Kläranlage in Hohenbostel soll in den kommenden Jahren für mehrere Millionen Euro modernisiert und ausgebaut werden.
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Die Kläranlage in Hohenbostel soll in den kommenden Jahren für mehrere Millionen Euro modernisiert und ausgebaut werden.

Bienenbüttel – Zwei Projekte werden in den nächsten Jahren in der Gemeinde Bienenbüttel Politik und Verwaltung beschäftigen. Der Neubau der Ilmenauhalle sowie die Sanierung und Modernisierung der Kläranlage in Hohenbostel.

Für beide Vorhaben wird die Gemeinde mehrere Millionen Euro in den nächsten Jahren investieren müssen.

Die Arbeiten an der Kläranlage sind aus mehreren Gründen erforderlich. Zum einen entspricht die 1982 errichtete Anlage nicht mehr dem heutigen Stand der Technik, zum anderen ist sie für eine Kapazität von 7000 sogenannten Einwohnergleichwerten ausgelegt. Die Kapazität muss auch aufgrund des Wachstums Bienenbüttels erhöht werden, heißt es vonseiten der Planer.

Die beiden Hauptziele: Die Anlage soll energieeffizienter werden und die Klärschlammentsorgung soll für die Zukunft auf sichere Beine gestellt werden. Damit sollen auch die Gebühren langfristig stabil gehalten werden (AZ berichtete).

Insgesamt sollen in den nächsten Jahren rund 3,6 Millionen Euro in die Modernisierung der Kläranlage fließen. Ein Teil der Kosten wird durch Fördermittel gedeckt. Unter anderem ist der Bau einer Klärschlamm-Vererdungsanlage und ein Misch- und Ausgleichsbecken geplant. Insgesamt soll die Anlage dann wesentlich weniger Energie verbrauchen.

Sport findet nicht mehr in der Ilmenauhalle statt. Die Planungen für den Neubau laufen.

Das zweite Großprojekt ist der Neubau der Ilmenauhalle. Wobei es hier noch keine genauen Angaben zu den Kosten gibt. Zurzeit tagt regelmäßig ein Arbeitskreis aus Politik, Verwaltung und Vereinen, um sich über die zukünftige Gestaltung der neuen Halle auszutauschen und um festzulegen, welche Anforderungen sie erfüllen muss.

Außerdem beschäftigen sich Politik und Verwaltung mit der Frage, wie das Projekt gebaut werden soll. Es gehe darum, ob das Projekt klassisch mit einem Architekten oder schlüsselfertig von einem Generalunternehmer gebaut wird, teilte Bürgermeister Dr. Merlin Franke auf AZ Nachfrage mit. Ob die zweite Variante überhaupt möglich ist, wird gerade mit den Fördergeld-Gebern – der NBank, dem Land Niedersachsen und dem Bund – abgeklärt. „Das wäre für die Gemeinde dann Neuland“, sagt Franke über die schlüsselfertige Variante. Die Verwaltung spreche sich dafür aus, da dadurch auch mit einer Zeitersparnis zu rechnen sei. Außerdem würden so auch Kapazitäten freigehalten für andere wichtige Projekte, die in der Gemeinde anliegen. „Die Variante ist der Favorit der Verwaltung“, sagt Franke.

Die Entscheidung, wie die neue Ilmenauhalle gebaut werden soll, liegt am Ende bei der Politik.

VON LARS LOHMANN

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