Der Landkreis Uelzen übernimmt 30 Prozent der Kosten Bienenbüttels für Tarife auf der Schiene

Zuschuss für den HVV-Beitritt

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Ob Einzelfahrt oder Monatskarte: In Bienenbüttel wird mit dem Beitritt zum HVV auf der Schiene beides möglich sein. Der Landkreis Uelzen wird sich jetzt mit 30 Prozent an den jährlichen Kosten beteiligen.

Bienenbüttel. Erfolg mit kleinen Einschränkungen für die Gemeinde Bienenbüttel: Zwar wird sich der Landkreis Uelzen grundsätzlich mit 30 Prozent an den jährlichen Kosten des vollen HVV-Beitritts auf der Schiene durch die Gemeinde beteiligen.

Aber aus der im Antrag gewünschten Übernahme der kompletten Kosten in Höhe von geschätzten 96.000 Euro wird vorerst nichts und die Gemeinde muss sich mit rund 28.800 Euro im Jahr begnügen.

Der Landkreis wird sich schon im Jahr 2019 mit 5000 Euro an den Kosten beteiligen, wenn der Landkreis dem HVV zum Fahrplanwechsel beitritt. Den Zuschuss hat der Kreistag jetzt zusammen mit dem Etatentwurf für 2019 abgesegnet.

„Insgesamt können wir mit den 30 Prozent gut leben“, sagt Bienenbüttels stellvertretender Bürgermeister und Kreistagsmitglied Udo Hinrichs (CDU). Natürlich habe man sich die komplette Übernahme der Kosten gewünscht, aber dafür habe es eben keine Mehrheit gegeben.

Udo Hinrichs

Die Gemeinde Bienenbüttel ist die einzige Kommune im Landkreis, die beim Eintritt in den HVV zum Fahrplanwechsel 2019 auf der Schiene komplett in den Verkehrsverbund aufgenommen wird. So können in Bienenbüttel auch Einzelfahrkarten für den gesamten HVV-Bereich gelöst werden. Dazu wird eigens der sogenannte Tarifring F geschaffen. Auch Besitzer von Eintrittskarten zum Fußball oder kulturellen Veranstaltungen in Hamburg können künftig ab Bienenbüttel den Zug nutzen. Im Umkehrschluss zahlt die Gemeinde für die zusätzlichen Leistungen auch mehr Geld. Ursprünglich war man von jährlichen Kosten von 300.000 Euro ausgegangen, berichtet Hinrichs. Durch Beharrlichkeit und nochmaliges Nachrechnen seien die Kosten mit rund 96.000 Euro bedeutend geringer ausgefallen.

Profitieren vom Vollbeitritt Bienenbüttels werden laut Hinrichs nicht nur die Bienenbütteler selbst, sondern die ganze Region. So würden viele Pendler aus Deutsch Evern, Melbeck oder Jelmstorf den Bahnhof Bienenbüttel als Einstiegspunkt nutzen. Hinzu kämen dann noch die Nutzer von Einzelkarten.

Die Folgen seien erhebliche Infrastrukturkosten für die Gemeinde. So müsste etwa zusätzlicher Parkraum in Bienenbüttel geschaffen werden. „Das ist die Hausaufgabe, die wir jetzt angehen müssen, wenn wir nicht wollen, dass alle in der Bahnhofsstraße parken“, sagt Hinrichs.

Von Lars Lohmann

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