1. az-online.de
  2. Uelzen
  3. Bienenbüttel/Lüneburg

Zu Gast bei den Fabelwesen in Bargdorf

Erstellt:

Von: Jannis Wiepcke

Kommentare

Zusammenkunft der Fabelwesen  in Bargdorf
Aus den anfänglichen zwei Elfen ist in sieben Jahren eine Gruppe mit rund zwanzig festen Mitgliedern geworden. © Privat

Die Mitglieder des Elphame-Fairycircus verwandeln sich regelmäßig bei ihren deutschlandweiten Auftritten bei Festivals, Stadtfesten oder auch Hochzeiten in Fabelwesen. Jedes Jahr im Frühjahr finden sie sich im „Zauberwald“ bei Bargdorf mit neuen Mitspielern zusammen. 

Bargdorf - Was genau sind eigentlich Elfen? Wie Zwerge, Riesen, die gute, aber auch die böse Fee gehören die Elfen im weitesten Sinne zu den Naturgeistern. Es gibt sie in unterschiedlicher Art und mit durchaus wechselnden Eigenschaften in nahezu allen Kulturen. In vielen Texten aus alter und mittelalter Zeit werden Elfen erwähnt, in seinem „Sommernachtstraum“ hat Shakespeare den Elfen ein literarisches Denkmal gesetzt. Sie sind oft nicht zu fassen, sind mal hier, mal da und im nächsten Augenblick wieder verschwunden. Sie lassen Sternenstaub rieseln und verbreiten eine geheimnisvolle, emotionale Stimmung voller Magie. Sie sind farbenfrohe, verspielte, unbeschwerte Gestalten von großer Leichtigkeit.

All diese beschriebenen Merkmale treffen auch auf die zu, die am vergangenen Wochenende bei Ines Kunas und Torben Heckmann in der Wochenendhaus-Siedlung an der B 4 zusammenkamen. Vor 18 Jahren ist Ines Elfe geworden, hat mit einer Partnerin zusammen „Elphame“ gegründet, um auf Kindergeburtstagen, Stadt- und Stadtteil-Festen als Fabelwesen für Ablenkung vom Alltag und für leuchtende Augen zu sorgen. Aus den anfänglichen zwei Elfen ist in sieben Jahren eine Gruppe mit rund zwanzig festen Mitgliedern geworden, die bei Bedarf auch schon mal verdoppelt werden kann. Jedes Jahr startet Ines einen Aufruf, auch mittels Facebook, um neue Mitspieler anzuwerben, die dann bei dem Treffen im Frühjahr von den „alten“ an die Hand genommen werden, um die ganz normale Fluktuation auszugleichen.

Manche sind nur kurze Zeit dabei, andere bleiben. Lara ist seit 2017 im Team. Sie hat auf einer Party von der „Elphamily“ gehört, hat Freude daran gefunden, ist dabeigeblieben. Ähnlich ist es Alexandra ergangen, die aus Bayern kommt, mitunter ein Einhorn ist und auf den Namen ‚Babyelf‘ hört. Sie sagt, dass ihr Selbstwertgefühl und ihr Selbstbewusstsein durch das Elfendasein entscheidend geprägt worden sind. Wunderschön sei es zu sehen, wie die Phantasie derer entfaltet werde, mit denen sie bei ihren Auftritten zusammenkäme, ohne auch nur ein Wort zu sprechen, nur durch Mimik, Gestik, Körpersprache.

„Elphame“ kann klein, mit zwei Akteuren als Minimum, aber auch groß: Im Zusammenwirken mit anderen Künstlern und Handwerkern organisieren Ines Kunas und Torben Heckmann eine wahre Elfenwelt mit einem „Zauberwald“, der auch nach Wald aussieht, einem „Dance-Floor“, Bars und weiteren Attraktionen. So kann zum Beispiel das Wasserwesen eine Harfe zupfen, eine andere Elfe spielt Okarina.

All das ist keine Sache für nur einen Tag, denn allein der Aufbau dauert mehrere Tage. Das Schminken und Kostümieren, das Schlüpfen in eine eigene, sich ständig neu zu erfindende Kunst-Gestalt erfordert neben der Zeit auch ein Gefühl für die Rolle. An diesem Wochenende sollte erstmals eine Tanzlehrerin die Fabelwesen coachen – Sabrina Mennerich vom Tanzstudio „Life Counts“ wird die „Walk acts“ zu „Dance acts“ aufwerten. Ines Kunas hat schon die Idee eines Flash-Mobs mit ihren fabelhaften Regenbogenwesen – Zauberelflein, Rehlein, Muskelreiter, Tanzmaus und andere. Mehr über „Elphame“ steht auf: www.Elphame.de.

Von Folkert Frels

Auch interessant

Kommentare