Zoff wegen Wohnmobilplatzes

Dass die KA sich um Fördergelder für den Wohnmobilstellplatz eingesetzt hat, will Bürgermeister Heinz Günter Waltje nicht so stehen lassen. Foto: Privat

wb Bienenbüttel . „Dass die Kommunalpolitische Alternative (KA) Bienenbüttel vor fünf Jahren gerne einen anderen Bürgermeister gehabt hätte, ist bekannt“, beklagt sich Bienenbüttels Bürgermeister Heinz Günter Waltje, „dass die KA der Verwaltung und mir in den ersten Jahren diverse Steine in den Weg gelegt hat, musste ich zur Kenntnis nehmen, dass die KA-Fraktion und deren Vorsitzender, Hans-Jürgen Franke, aber Tatsachen verdrehen und falsche Darstellungen in die Öffentlichkeit bringt, das geht an fairer Zusammenarbeit deutlich vorbei.“

Nach Ansicht des Bürgermeisters ist das bewusst gemacht worden und dem Wahlkampf geschuldet. Die KA hatte in der AZ und in ihrem Partei-Infoblatt behauptet, dass die sogenannten Leuchtturmprojekte in der Gemeinde, der Wohnmobilstellplatz an der Ilmenauhalle und der Skulpturenpfad, durch intensiven Einsatz des früheren Bürgermeisters, Dieter Holzenkämpfer, verwirklicht und entsprechende Fördergelder eingeworben werden konnten. „Das stimmt mit keiner Silbe“, betont Waltje, „die tatsächlich eingeworbenen Mittel aus der „Leader-Förderung“ haben meine Mitarbeiter und ich nach intensiven Arbeiten „hereingeholt“. Zu Zeiten meines Vorgängers hat es diese Mittel noch gar nicht gegeben.“

Gerade die Realisierung dieser beiden Prestige-Objekte hätten die Verwaltung besonders gefordert. Zum Wohnmobilstellplatz gehören Sanitäranlagen, die zunächst in einem separaten neuen Gebäude geplant waren. Die Idee, diese Sanitäranlagen im bestehenden Ilmenauhallengebäude umzusetzen, sei vom Bürgermeister gekommen – eine Alternative, die nur die Hälfte der ersten Variante kostete.

Beim Skulpturenpfad hat die Verwaltung schwere Verhandlungen mit allen Grundstückseigentümern und Künstlern geführt. Die Skulpturen konnten letztlich kostenlos auf den privaten Grundstücken augestellt werden und dürfen nun zumindest für zwölf Jahre von allen Besuchern besucht werden.

Besonders enttäuscht ist Bienenbüttels Bürgermeister darüber, dass er der Meinung war, dass die Zusammenarbeit mit der KA nach einer sehr schwierigen Anfangszeit im letzten Jahr besser lief. Waltje: „Nun steht wieder Wahlkampf an und schon geht es wieder von vorne los.“

Auch das Thema Tourismus sorgt für Streit. Die Auffassung der KA, dass in den letzten fünf Jahren zu wenig Impulse für den Tourismus gesetzt wurden, folgt Waltje in keiner Weise. Vier Radwegprojekte, der Nordic-Walking-Park, der Ilmenauerlebnis-Radweg, die neuen Rad- und Wanderkarten, eine neue Beschilderung der Wege und die Projekte Wohnmobilpark und Skulpturenpfad beweisen seiner Meinung nach das Gegenteil. „Auch meine Unterstützung im Vorstand für unsere Tourismusorganisation im Landkreis Uelzen, der Heideregion und meine Aufgabe als Vorsitzender der Leader-Region Uelzen, halte ich von wichtiger Bedeutung für den Tourismus in unserer Gemeinde“, erklärt Waltje. „Die KA hat hingegen in den letzten fünf Jahren keinen Vorschlag zur Verbesserung des Fremdenverkehrs in unserer Gemeinde gemacht.“

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