Feuerwehr Bienenbüttel rückt 2017 zu 57 Einsätzen aus, 23 davon wegen umgestürzter Bäume

Zeitfresser Sturmschäden

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Die Geehrten, Gewählten und Beförderten auf der Jahreshauptversammlung.

Bienenbüttel. „Ich bin nun auch schon mehr als 20 Jahre dabei, aber eine solche Anhäufung von umgefallenen Bäumen wie in den beiden vergangenen Jahren habe ich noch nicht erlebt“, sagt Bienenbüttels Ortsbrandmeister Carsten Buhr.

23 unwetterbedingte Einsätze verzeichnete die Feuerwehr Bienenbüttel 2017. Mal lag ein Baum auf einer Straße, mal war einer ins Gleisbett an der Bahnstrecke gefallen, mal drohte ein Baum auf ein Gebäude zu fallen. „Es ist schon auffällig, dass diese Wetterphänomene wie Sturm und Starkregen zuletzt deutlich zugenommen haben. “.

Aktuell sei die Ortswehr für solche Einsätze gut aufgestellt. Denn viele Kameraden hätten den benötigten Motorsägenschein, berichtet der Ortsbrandmeister. Die Feuerwehr dürfe jedoch keine Bäume fällen, sondern nur im Zuge der Gefahrenabwendung aktiv werden, betont er: „Das wird in der Bevölkerung oft falsch verstanden. Einige denken, dass wir zu ihnen nach Hause kommen, um dort störende Bäume zu fällen.“

Ob in Zukunft die Ausbildungsschwerpunkte vermehrt Richtung Baumeinsätze verschoben werden müssten, könne man aktuell noch nicht absehen, erklärt Carsten Buhr. „Sicher ist aber: Wenn das mit den Unwettern noch mehr wird, müssen auch mehr Kameraden die entsprechende Ausbildung absolvieren.“ Zudem müsse womöglich die Ausstattung angepasst werden. „Wir sind alle gespannt, was die Zukunft bringt.“

Die Folgen von Sturmtief „Herwart“: Im Juni musste auch die Feuerwehr Bienenbüttel umgestürzte Bäume von der B 4 räumen. Insgesamt zählte die Wehr 23 solcher unwetterbedingten Baumeinsätze.

Schon im vergangenen Jahr haben die Einsätze wegen umgefallener Bäume einen erheblichen Anteil der Gesamteinsatzzeit ausgemacht, erzählt Buhr auf AZ-Nachfrage. Auf der jüngsten Jahreshauptversammlung der Bienenbütteler Feuerwehr berichtet er von insgesamt 568 Einsatzstunden im vergangenen Jahr. Die Kameraden sind 2017 zu 57 Einsätzen ausgerückt. Darunter waren acht Klein- und zwei Mittelbrände, zwei Verkehrsunfälle mit eingeklemmter Person und eine Personenrettung unter einem Lkw.

Die Feuerwehr Bienenbüttel zählt 57 aktive Einsatzkräfte, darunter zehn Frauen. In vier Gruppen wurden im vergangenen Jahr 45 Ausbildungsdienste absolviert. Der Kinderfeuerwehr „Löschbienen“ gehören 21 Jungen und Mädchen an, die Jugendfeuerwehr zählt 13 Mitglieder.

Mahnend äußerte sich Carsten Buhr zum Thema Einsatzfahrzeuge: Sollte die Gemeinde – wie von Verwaltung und Politik gewünscht – an Einwohnern wachsen, dürfe das Thema vorbeugender Brandschutz nicht vergessen werden. Gleich mehrere Großfahrzeuge der Ortswehren in der Einheitsgemeinde seien nicht mehr sorgenfrei. Buhr forderte ein kurzfristiges Handeln seitens der Politik bezüglich einer Ersatzbeschaffung.

Beförderungen: Nils Dahmen, Lars Gaebel und Andre Michalek zu Hauptfeuerwehrmänner sowie Ingo Dannatz zum Oberlöschmeister.

Ehrungen: Hans Koch, Horst Skretzka (je 60 Jahre Mitgliedschaft), Peter Fassnauer (50 Jahre), Matthias Harms, Albert Luhr, Norbert Schulze, Thomas Voigts, Harald-Max Werner (alle 40 Jahre) und Nadine Dietrich (25 Jahre).

Wahlen: Peter Fassnauer wiedergewählt zum Gerätewart und Lars Gaebel neu gewählt zum stellvertretenden Gerätewart.

Von Florian Beye

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