Die Bienenbütteler Bjarne Clasen und Stefan Hedder als Volunteers bei der Tischtennis-WM

Zehn Tage Weltklasse hautnah

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Viele freiwillige Helferlein für einen reibungslosen Ablauf: Die Volunteers bei der Tischtennis-WM 2017 in Düsseldorf versammeln sich für ein Gruppenbild.

Düsseldorf/Bienenbüttel. „Wir waren hier. “ Diesen Satz haben möglicherweise auch Bjarne Clasen und Stefan Hedder in Düsseldorf hinterlassen.

Schulter an Schulter mit der Prominenz: Bjarne Clasen (links) mit Deutschlands-Tischtennis-Star Timo Boll.

Als in der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt vor kurzem die Tischtennis-Weltmeisterschaften ausgetragen wurde, waren auch die beiden jungen Männer vom TSV Bienenbüttel mittendrin statt nur dabei. Als Volunteers halfen sie zehn Tage mit, dass bei den Auftritten von Timo Boll und Co. alles glatt lief. Anfang 2016 fiel Clasen eine Anzeige auf: „Volontäre für die Tischtennis-WM gesucht.“ Gemeinsam mit Hedder beschloss Clasen, sich zu bewerben. Als Jugendbetreuer beim TSV Bienenbüttel respektive Mitglied des Kreisjugendausschusses hatten beide gute Argumente für eine erfolgreiche Bewerbung. Als im Februar schließlich die Zusage kam, war die Freude groß: Zehn Tage Tischtennis-WM live erleben und bei der Organisation einer solchen Veranstaltung mitwirken und das im eigenen Land!

Stefan Hedder freut sich mit der deutschen Bronzemedaillen-Gewinnerin Patricia Solja über das Edelmetall.

Es gab viele Aufgaben zu verteilen: Von der Organisation in der Halle, beim Spielbetrieb, im Zuschauerbereich bis hin zum Fahrdienst, bei dem Präsidenten und andere Gäste mit bereit gestellten großräumigen Fahrzeugen und mit Anzug mit Krawatte bekleidet zwischen Hotel, Sportstätte und Flughafen befördert werden mussten. Untergebracht waren alle Volunteers in Jugendherbergen und Ferienwohnungen, für die Verpflegung war gesorgt. Hedder war besonders vom Klima unter den Tischtennisspielern begeistert: „Wir konnten täglich mit den Spielern gemeinsam speisen. Du sitzt am Tisch und auf einmal setzt sich Jörg Rosskopf neben dich und fängt ein Gespräch mit dir an. Das hat mich total überrascht“. Auch wenn es täglich einen Arbeitsplan gab, war immer Zeit genug, viel Tischtennis zu sehen. „Die Aufgaben waren sehr gut durchgeplant, die Zeitpläne wurden immer eingehalten, es war ein klasse Arbeitsklima“, waren sich beide Bienenbütteler einig. „Wir waren neu dabei und wurden sehr schnell ins Geschehen eingebunden. Man hat sich untereinander unterstützt und alle waren super nett“.

Und nebenbei durften die freiwilligen Helfer ja auch noch die besten Celluloid-Asse der Welt begutachten. Allen voran die chinesischen Weltklassespieler. In China ist Tischtennis Volkssport Nummer ein. Der deutsche Vorzeigespieler Timo Boll ist in China noch viel bekannter als in Deutschland. „Das ist manchmal Tischtennis aus einer anderen Welt. Es gab unglaubliche Ballwechsel zu sehen. Mich hat besonders beeindruckt mit welch mentaler Einstellung in der Weltspitze gespielt wird. Ich erinnere mich an einen 3:10 Rückstand, der noch in einen 12:10 Sieg gedreht wurde“, schilderte Hedder seine Erinnerungen.

„Es hat uns total viel Spaß gemacht, die Stimmung war überwältigend und wir würden den Job auf jeden Fall weiterempfehlen. Betreuer und Spieler haben uns gefragt, ob wir wieder dabei sind. Im November sind die German Open in Magdeburg“, war Clasen begeistert. Hedder fand es ebenfalls cool: „Die Arbeit kann nicht unbedingt als hart angesehen werden und schließlich gab es auch noch ein kleines Taschengeld …“

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