Bienenbütteler Rotstich-Mädels laden am 4. Februar erstmals zur Faschingsparty ein

Wozu ein Kostüm gut ist

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Die Bienenbütteler Rotstich-Mädels (vorn von links): Rebecca Jacobs, Maren Waltje, Nadine Kröger, (hinten): Vivien Fabel, Marén Kowald und Astrid Klippe.

Bienenbüttel. Warum verkleiden? Diese Frage stellen sich jedes Jahr auf Neue Norddeutsche, die eine Faschingsparty besuchen. „Was ich beim Fasching gut finde, ist das Kostüm. Man hat sofort einen Gesprächsstoff“, findet dagegen Maren Waltje.

Jahr für Jahr treten die Bienenbütteler Rotstich-Mädels in der Region in selbst kreierten Verkleidungen zu einem selbst gesuchten Thema auf. Am Sonnabend, 4. Februar, organisieren die 13 Frauen die erste eigene Faschingsparty.

Rotstich-Mädels? Der Name steht für einen Sekt, den die Frauen im Alter von 25 bis 50 Jahren bei ihren Treffen alle zwei Wochen genießen – und die Tatsache, dass sie ihr jeweiliges Outfit selbst schneidern. So waren die feierwütigen Mädels, die überwiegend in Büroberufen arbeiten, beim Hexenball in Dahlenburg und beim Lumpenball in Lüneburg bereits als Sektflaschen, Farbenspiel, Heidekraut, als Berliner Mauer und sogar als Zebras zu bestaunen. „Das ist ein Gänsehaut-Moment, wenn wir die Kostüme das erst Mal anziehen“, sagt Maren Waltje.

Nadine Kröger ist amtierende Königin der Truppe, nur nähen kann sie nicht. Kein Problem: „Ich schneide zu, ziehe die Kordel und gieße den Sekt ein“, erzählt sie. Rund 50 Stunden investieren sie und ihre Freundinnen immer ab Oktober in ihre Kreationen – von der Ideenfindung bis zum gemeinsamen Schminken. Sie frischen reihum in Wohnzimmern die Nähkenntnisse auf und verbringen gemeinsam nette Stunden.

Ideengeberin war Maren Waltje. Sie brachte das Karnevalsgefühl aus Karlsruhe mit nach Bienenbüttel und infizierte die anderen mit der Idee. „Karneval ist nicht nur: Ich ziehe ein Kostüm an und trinke viel Alkohol. Ich finde das Miteinander total schön, dass man sich trifft und kreativ ist, unabhängig vom Alter“, erzählt sie. Früher habe der Karneval im Ort auch einen höheren Stellenwert gehabt, rauschende Faschingsbälle seien gefeiert worden. Die Rotstich-Mädels liefern einen neuen Anstoß, sich zu verkleiden und zu feiern.

Für die Truppe ist das eine neue Stufe. Sie haben extra Teams gebildet zu den Themenbereichen Deko, Kosten und Sponsoring. Und von jedem Treffen wird ein Protokoll geführt – wie in einem richtigen Verein. Den Schritt, einen solchen zu gründen, hat die lustige Truppe bislang – auch aus finanziellen Gründen – noch nicht gewagt. Es könnte aber ein Vorteil sein, wenn sie häufiger zu Veranstaltungen einladen sollten.

Die Rotstich-Mädels haben schon fleißig genäht, aber ihr diesjähriges Thema ist noch streng geheim. Nur so viel verrät Maren Waltje: „Es hat mit unserem Namen zu tun.“

Für die Faschingsparty am Sonnabend, 4. Februar, 20 Uhr, in der Markthalle Bienenbüttel sind nur noch wenige Restkarten im Vorverkauf erhältlich. Das beste Kostüm wird prämiert. Und es gibt eine kleine Überraschung. Für Musik sorgt DJ Marco.

Von Gerhard Sternitzke

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