Metronom bleibt liegen / Drei Personen müssen ins Krankenhaus

Zug wird zur Hitzefalle

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Nach knapp mehr als zwei Stunden im liegen gebliebenen Metronom werden die Fahrgäste am Bienenbütteler Bahnhof von DRK, Feuerwehr und Bundespolizei versorgt.

Bienenbüttel – Ein Großeinsatz am Bienenbütteler Bahnhof hält am Sonntagabend die Feuerwehren und die DRK-Bereitschaft in Atem. 500 Fahrgäste müssen aus einem Metronom evakuiert werden.

Der Zug ist zuvor auf dem Weg von Hannover nach Hamburg auf offener Strecke liegen geblieben und muss in den Bienenbütteler Bahnhof geschleppt werden. Da auch die Klimaanlage ausgefallen ist, müssen die Fahrgäste knapp über zwei Stunden in den sich aufheizenden Waggons des Zuges ausharren.

„Durch den Lokschaden ist auch der Strom ausgefallen und damit die Klimaanlage im Zug“, berichtet Metronom-Pressesprecher Björn Pamperin auf AZ-Anfrage. Und ohne Klimaanlage heize sich der Zug relativ schnell auf. Die Dauer von über zwei Stunden, bis der Zug in den Bahnhof geschleppt werden konnte, erklärt Pamperin damit, dass zunächst eine Hilfslok aus Lüneburg angefordert werden musste, um den Zug in den Bienenbütteler Bahnhof schleppen zu können und die Fahrgäste zu evakuieren. Anschließend wurde der Zugverband zur Reparatur nach Uelzen geschleppt.

Die Fahrgäste wurden unterdessen am Bienenbütteler Bahnhof von 40 Einsatzkräften des DRK, 30 Mann der Freiwilligen Feuerwehren Bienenbüttel, Wichmannsburg und Bargdorf sowie drei Notärzten betreut. Drei Personen mussten mit Kreislaufproblemen in Krankenhäuser in Uelzen und Lüneburg eingeliefert werden, drei weitere konnten laut dem DRK ambulant versorgt werden. An die Fahrgäste wurden zudem Getränke verteilt.

Insgesamt sei es bei zahlreichen Menschen zu Kreislaufproblemen gekommen, teilt das DRK zudem mit.

VON LARS LOHMANN

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