Es wird deutlich teurer

Umbau der Kläranlage Hohenbostel kostet 2 Millionen Euro mehr

Die Modernisierung und der Umbau der in die Jahre gekommenen Kläranlage in Hohenbostel wird laut Planer Dr. Jens Knollmann teurer als angenommen.
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Die Modernisierung und der Umbau der in die Jahre gekommenen Kläranlage in Hohenbostel wird laut Planer Dr. Jens Knollmann teurer als angenommen.

Bienenbüttel/Hohenbostel – Der Umbau und Ausbau der Kläranlage in Hohenbostel wird wohl teurer als ursprünglich angenommen. Das teilte jetzt der Planer der Anlage Dr. Jens Knollmann von der Ingenieursgesellschaft Dr.

Knollmann dem Bauausschuss der Einheitsgemeinde Bienenbüttel mit. Waren Kostenschätzungen bisher von 3,7 Millionen Euro ausgegangen, geht Knollmann von 5,35 Millionen Euro aus – mit einem zehnprozentigen Sicherheitsaufschlag sogar von 5,9 Millionen Euro.

„Die Preissteigerungen von zehn Prozent im Jahr erstaunen mich aber nicht“, sagte der Planer. Vor allem im Bereich der Bautechnik habe es in den vergangenen Jahren immense Kostensteigerungen gegeben. Die Betriebe seien zum großen Teil ausgelastet. Das Projekt in Bienenbüttel sei aber durchaus attraktiv für Unternehmen, da es sehr kompakt sei. „Die Wahrheit bekommen wir, wenn wir ausschreiben“ sagte Knollmann über die Kosten für die Kläranlage. Er halte die Schätzungen für genau.

Die Gemeinde wird die Kostensteigerungen allein auffangen müssen, da die maximale Fördersumme von einer Million Euro bereits erreicht ist. Bienenbüttels Bürgermeister Dr. Merlin Franke erklärte auf Nachfrage des beratenden Mitglieds Rüdiger Schubert zur Finanzierung, dass das Ganze gebührenfinanziert sei und daher für den Haushalt unkritisch sei. Welche Auswirkungen die neuen Zahlen auf die Abwassergebühren haben werden, werde man schnellstmöglich ermitteln. An der Runderneuerung der Kläranlage führe kein Weg vorbei. „Die alte Anlage ist 30 Jahre alt und veraltet“, sagte Franke.

Knollmann plädierte dafür, möglichst kompakt zu bauen. So ließen sich Kosten etwa im Leitungsbau einsparen.

Da der Zeitrahmen eng gesteckt ist – die geförderten Anlagen müssen bis zum 31. Dezember 2021 fertiggestellt werden –, sei es sinnvoll, den Landkreis als Genehmigungsbehörde so schnell wie möglich einzubeziehen. „Damit wir Überraschungen bei der Genehmigung vermeiden“, sagte Knollmann. Wenn der Entwurf dann stehe, sei es das Ziel, dass die Ausschreibung im Frühsommer für die Bauarbeiten stattfindet.

Zuvor sollen zur Vorbereitung Anfang 2020 die Schönungsteiche geleert werden. Auf deren Standort sollen im ersten Schritt die neuen Belebungsbecken der Kläranlage gebaut werden. Danach wäre die Klärschlammvererdung an der Reihe.

VON LARS LOHMANN

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