Deutscher Rassehunde Club richtet Schau in der Bienenbütteler Ilmenauhalle aus

„Wir wollen keine Qualzucht“

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Bei der Rassehundeschau in der Ilmenauhalle in Bienenbüttel werden viele verschiedene Hunderassen von ihren Züchtern vorgestellt. Ziel des ausrichtenden Vereins ist es laut dem Vorsitzenden, Mathias Wend, gesunden Hundenachwuchs zu haben.

Bienenbüttel. Ob klein oder groß, gefleckt oder einfarbig, der Vielfalt der Hunderassen scheinen keine Grenzen gesetzt zu sein. In der Ilmenauhalle in Bienenbüttel zeigen Züchter des Deutschen Rassehunde Clubs (DRC) am kommenden Sonntag, 10. Juni, ab 10 Uhr die Vielfalt der Hunderassen vom Entenbichler Sennenhund bis zum Golden Retriever.

„Wir haben uns vor allem der Gesundheit der Rassehunde verschrieben. Uns ist wichtig, dass wir gesunden Hunde-nachwuchs haben“, sagt der 1. Vorsitzende des in Soltau ansässigen DRC, Mathias Wend. So wolle man durch gezielte Zucht die Hüftdysplasie bei Hunden verhindern. „Vor allem die großen Hunderassen wie der Deutsche Schäferhund sind davon betroffen“, sagt Wend. Durch gute Beratung der Züchter und der Pflicht, neugeborene Welpen bei den Experten der GRSK – auf Skeletterkrankungen spezialisierte Tierärzte – untersuchen zu lassen, wolle man dies erreichen. So werden Hunde, bei denen eine leichte Hüftgelenksdysplasie festgestellt wird, von der Zucht grundsätzlich ausgeschlossen, erklärt Wend. Insgesamt sei die Untersuchung auf viele verschiedene Krankheiten im Verband Pflicht, dadurch soll das Risiko von Erbkrankheiten so gering wie möglich gehalten werden.

Um diese Ziele zu erreichen, weicht der Verein auch von den Rassezuchstandards der Fédération Cynologique Internationale (FCI) ab. „Wir wollen keine Qualzucht haben“, sagt Wend. So seien Mops und Französische Bulldogge inzwischen derart überzüchtet, sodass sie keine Luft mehr bekommen und keinen richtigen Fang mehr haben. Das Ganze diene nur dazu, das fragwürdige ästhetische Bedürfnis mancher Hundehalter zu erfüllen. „Solche Hunde haben aber einfach kein lebenswertes Leben mehr“, sagt Wend. Der Mops brauche wieder eine richtige Nase und Schnauze, um auch wieder wie ein Hund leben zu können. Denn er sei eigentlich ein sehr lebhafter Hund. Daher kontrolliere man bei Rassehundeschauen auch die Atmung der Tiere, um Züchter auf Probleme aufmerksam zu machen und gegebenenfalls von der Zucht auszuschließen.

Bei der Rassehundeschau werden von den Richtern auch Hunde im Rahmen des Niedersachsen-Cups und des Heidjer-Cups prämiert. Dabei achten die Richter vor allem auf rassespezifische Merkmale. So habe ein typischer Berner Sennenhund vier weiße Pfoten und ein dreifarbiges Fell. Außerdem spiele auch der Körperbau bei der Bewertung eine Rolle, so Wend.

Um der erwarteten Hitze zu begegnen werden die Tiere am Sonntag so kurz wie möglich in der Halle sein. Daher gebe es feste Zeiten zu denen die Rassen bewertet werden. „Ansonsten ist das zu viel Stress für die Tiere“, erklärt Wend.

Von Lars Lohmann

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