Gemeinderat ernennt Sören Otter zum Ortsvorsteher von Wulfstorf

Er will ein Schlichter sein

Sören Otter (links) ist der neue Ortsvorsteher im kleinsten Bienenbütteler Ortsteil Wulfstorf. Bürgermeister Dr. Merlin Franke gratulierte und überreichte die Ehrenbeamten-Urkunde. Foto: Beye
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Sören Otter (links) ist der neue Ortsvorsteher im kleinsten Bienenbütteler Ortsteil Wulfstorf. Bürgermeister Dr. Merlin Franke gratulierte und überreichte die Ehrenbeamten-Urkunde. 

eye Bienenbüttel. Er kennt Wulfstorf wie seine Westentasche, ist dort aufgewachsen und hat – abgesehen von einem siebenjährigen Abstecher nach Berlin – sein Leben lang in dem kleinen Dorf gewohnt: Seit Dienstagabend ist Sören Otter Ortsvorsteher von Wulfstorf.

Der Bienenbütteler Gemeinderat hat den 38-Jährigen während der Sitzung im Mühlenbachzentrum im Rathaus einstimmig ernannt. „Mir ist es wichtig, den Ort gut zu vertreten und zu präsentieren“, sagte Otter, nachdem er mit erhobener Hand den Eid des Ehrenbeamten gesprochen und von Bürgermeister Dr. Merlin Franke die Ernennungsurkunde erhalten hatte.

Sören Otter folgt auf Hannelore Diminoi, die im Juli plötzlich verstorben war. Otter lebt seit 2006 wieder in seinem Heimatdorf, ist dort auf dem Hof seiner Eltern angestellt. An Wulfstorf mag er besonders die Ruhe und „ich verstehe mich eigentlich mit allen Einwohner gut“. Für die Aufgabe als Ortsvorsteher ist das sicherlich förderlich. Denn: „Zuletzt gab es hier immer mal wieder Streit zwischen einzelnen Personen“, berichtet Otter. Er habe dabei nie Partei für eine Seite ergriffen und wolle nun eine schlichtende Rolle einnehmen.

Mit knapp 100 Einwohnern ist Wulfstorf der kleinste Ortsteil Bienenbüttels – und liegt zudem als einziger auf der anderen Seite des Elbe-Seitenkanals. „Auch deshalb wird Wulfstorf oft ein bisschen vergessen“, sagt der neue Ortsvorsteher. Umso mehr sehe er es als seine Aufgabe, das Dorf gut zu präsentieren. Zudem wolle er die Anwohner bei wichtigen Themen immer auf dem neuesten Stand halten und informieren. Als konkrete Beispiele nennt er den Bau des Glasfasernetzes, „auf das wir alle schon sehnsüchtig warten, weil wir in Wulfstorf nicht mal DSL-Leitungen haben“, und den geplanten Bau der Autobahn 39. „Wohl alle Wulfstorfer sind gegen die A 39, weil sie direkt am Ort vorbeiführen würde“, sagt Otter. Aber: „Das können wir wohl nicht mehr verhindern.“ Deshalb halte er es für wichtig, die Wulfstorfer immer über neue Entwicklungen zu informieren.

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