Feuerwehr appelliert an Bürger, Hydranten und Beschilderung freizuschaufeln

Bienenbüttel: Wenn der Schnee zum Problem für die Feuerwehr wird

Stefan Kommert, Pressesprecher der Bienenbütteler Feuerwehr, macht es vor: Die in den Boden eingelassenen Hydranten für Löschwasser sowie die Beschilderung sollten vom Schnee befreit werden. Foto: BEYE
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Stefan Kommert, Pressesprecher der Bienenbütteler Feuerwehr, macht es vor: Die in den Boden eingelassenen Hydranten für Löschwasser sowie die Beschilderung sollten vom Schnee befreit werden.
  • Florian Beye
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Bienenbüttel – Der viele Schnee hüllt den Landkreis Uelzen aktuell in ein schönes, weißes Gewand. Vor allem für die Kinder ist es eine wahre Freude, im Schnee herumzutoben. Doch die weiße Masse kann auch zu Problemen führen.

Und zwar nicht nur in Sachen Straßenverkehr – auch bei Feuerwehreinsätzen kann der Schnee schlichtweg im Weg sein. Vor allem dann, wenn die Einsatzkräfte zu einem Brandeinsatz gerufen werden und auf die Hydranten für das Löschwasser angewiesen sind. Was passiert, wenn diese Hydranten, die ebenerdig im Boden eingelassen sind, erst einmal im vielen Schnee gesucht und freigeschaufelt werden müssen?.

„In dieser Situation würden wir sehr wertvolle Zeit verlieren“, schreibt Stefan Kommert, Pressesprecher der Bienenbütteler Feuerwehr, in einem Facebook-Appell an die Bürger und fügt hinzu: „Diese Verzögerung kann schlimmstenfalls Menschenleben kosten.“

Appell: Hydranten von Schnee befreien

Der Wunsch der Feuerwehr – nicht nur der Bienenbütteler, sondern auch anderer Wehren im Kreisgebiet: Bürger und Grundstücksbesitzer sollten nicht nur die Gehwege vor dem eigenen Haus schnee- und eisfrei halten, sondern ebenfalls die Hydranten sowie die Beschilderung in ihrem Straßenbereich. Dabei ist, das betont Bienenbüttels Gemeindebrandmeister Dirk Giere auf AZ-Nachfrage, die Beschilderung sogar wichtiger als der eigentliche Hydrant: „Auf den Schildern stehen Zahlen und anhand dieser kann man die genaue Position des Hydranten ablesen.“

Wie viele Hydranten es in der gesamten Gemeinde Bienenbüttel gibt, kann der Gemeindebrandmeister nicht sagen. In Bargdorf – dort wohnt Giere – seien es rund 22. In Bienenbüttel und Steddorf zusammen gibt es 113 Hydranten, weiß Stefan Kommert zu berichten. Auf den kleinen Dörfern, „die schon ewig so strukturiert sind wie jetzt, kennen die Feuerwehrleute den jeweiligen Hydrantenplan meist auswendig“, erzählt Giere. Doch gerade in Neubaugebieten helfen die Schilder bei der Orientierung. „Das ist schon gut, wenn die Bürger darauf achten, dass die Schilder frei sind“, sagt Giere. Er erklärt, dass es bei klirrender Kälte vor allem zu technisch bedingten Bränden kommen könne. Auch die vermehrte Kamin- oder Ofennutzung in den Wintermonaten sei ein Risikofaktor für Brände.

Daran, dass in der Vergangenheit tatsächlich mal ein nicht freigeschaufelter Hydrant zu schweren Folgen bei einem Brandeinsatz geführt hat, kann sich Giere nicht erinnern. Ein anderes Problem ist, dass die Deckel der Hydranten bei starkem Frost zufrieren könnten. „Hier sorgen unsere Feuerwehren aber vor und machen im Oktober die Deckel winterfest.“ Konkret bedeutet das, dass in die Einfassung eine Plastikfolie gelegt wird, die das Zufrieren verhindert.

Eine weitere Schwierigkeit bei Brandeinsätzen im Winter sind die Schläuche an sich. „Auch da kann es vorkommen, dass diese zufrieren“, berichtet Giere, fügt aber direkt hinzu: „Da gibt es auch Tricks, wie man das hinbekommt.“ Doch auch das koste unter Umständen wichtige Zeit. Löschwasser, das nach dem Einsatz auf dem Boden zurückläuft, kann ebenfalls ein Problem darstellen. „Wenn es so kalt ist, dass es direkt gefriert, hat man da direkt am Einsatzort eine Eisfläche. Das ist schon unangenehm“, sagt Gemeindebrandmeister Giere. Das habe er bereits selbst einmal bei einem Großbrand erlebt.

VON FLORIAN BEYE

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