„Es ist ruhiger“

Nur wenige Kinder in Bienenbüttel aktuell in Notbetreuung

In der Corona-Krise gibt es auch in der Grundschule Bienenbüttel sowie den Kindertagesstätten eine Notbetreuung für Kinder. Nur wenige Eltern nehmen das Angebot in Anspruch, berichten die Verantwortlichen.
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In der Corona-Krise gibt es auch in der Grundschule Bienenbüttel sowie den Kindertagesstätten eine Notbetreuung für Kinder. Nur wenige Eltern nehmen das Angebot in Anspruch, berichten die Verantwortlichen.

Bienenbüttel – Der Tagesablauf in der DRK-Kindertagesstätte in Bienenbüttel ist eigentlich wie immer, berichtet Erzieherin Kathrin Gornik. Es gibt feste Zeiten für das Frühstück und das Mittagessen.

Die Kinder spielen im Gebäude oder auf dem Außengelände der Einrichtung.

„Die Stimmung ist bei Kindern und uns Erziehern super. “ Doch etwas ist dieser Tage anders als sonst: „Es ist ruhiger“, sagt Gornik. Kein Wunder, schließlich flitzen statt der sonst rund 130 lediglich ein bis vier Kinder am Tag durch die DRK-Kita an der Uelzener Straße.

Notbetreuung ist angesagt. Diese wird von Eltern in Anspruch genommen, die in systemrelevanten Berufen arbeiten und ihre Kinder deshalb während der Corona-Krise nicht zu Hause betreuen können. Auch in den Osterferien läuft diese Betreuung weiter. „Das sind wir den Personen schuldig, die aktuell zum Beispiel in den Krankenhäusern und so weiter kämpfen“, sagt Bienenbüttels Bürgermeister Dr. Merlin Franke. Die aktuellen Zahlen zur Notbetreuung aktualisiert die Verwaltung laufend.

Während im Waldkindergarten und der Kindertagesstätte St. Michaelis keine Kinder notbetreut werden, sind aktuell auch in der Bienenbütteler Grundschule Schüler anwesend. Hier unterscheidet sich der Tagesablauf deutlich von dem üblichen. „Unterricht darf es zurzeit nicht geben“, erklärt Schulleiterin Gudrun Boldhaus. Je ein Kind aus dem zweiten und dem dritten Jahrgang werden in den Osterferien betreut. Es gebe Bewegungseinheiten, Bastelübungen oder es werde gemalt, erzählt Boldhaus. Auch Recherchen zum Beispiel zu verschiedenen Tierarten im Computerraum seien möglich.

Die Betreuung in der Grundschule läuft in den üblichen Zeiten der Ganztagsschule, „sofern der Bedarf da ist“, berichtet Boldhaus. Jeweils ein Teil der Schulleitung sowie eine weitere, wechselnde Lehrkraft sind dabei anwesend. „Das Kollegium zeigt sich bislang sehr solidarisch“, dankt Boldhaus ihren Kollegen.

„Die Kinder merken auch, dass es anders ist“, berichtet Martina Kirschke vom Kinderhof Steddorf. Dort ist eine Notgruppe eingerichtet, in der jeden Tag ein Kind betreut wird. Die Betreuung sei „viel intensiver, man kann auch individuell auf die Interessen des Kindes eingehen“. Als es am Montag schneite, sei die Erzieherin mit dem Kind zum Beispiel viel draußen gewesen. Wichtig sei es, weiterhin einen strukturierten Tagesablauf zu haben. Das gebe den Kindern die nötige Stabilität in der aktuellen Krisensituation.

VON FLORIAN BEYE

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