Gelder aus Städtebauförderung lassen Fördersumme auf 4,66 Millionen Euro steigen

Weitere Millionen fürs Mehrzweckzentrum in Bienenbüttel

Die Gemeinde Bienenbüttel hat weitere Fördergelder in Höhe von 1,25 Millionen Euro für den Bau eines neuen Mehrzweckzentrums erhalten. Die gesamte Fördersumme beläuft sich damit auf 4,66 Millionen Euro.
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Die Gemeinde Bienenbüttel hat weitere Fördergelder in Höhe von 1,25 Millionen Euro für den Bau eines neuen Mehrzweckzentrums erhalten. Die gesamte Fördersumme beläuft sich damit auf 4,66 Millionen Euro.

Bienenbüttel – Die freudige Nachricht machte am vergangenen Donnerstag schnell die Runde: Die Gemeinde Bienenbüttel erhält weitere 1,25 Millionen Euro an Fördergeldern für das geplante Mehrzweckzentrum, das die in die Jahre gekommene Ilmenauhalle ersetzen soll (AZ berichtete).

„Diese Förderung ist für uns extrem wichtig, es ist der größte Einzelzuschuss, den wir einwerben konnten“, erklärt Bürgermeister Dr. Merlin Franke dazu im Gespräch mit der AZ.

Gesamtförderung von 4,66 Millionen Euro

Mit dem nun vom Land im Rahmen der Städtebauförderung bewilligten Betrag steigt die gesamte Fördersumme auf 4,66 Millionen Euro. Das Mehrzweckzentrum ist auch Thema in der ersten Gemeinderatssitzung nach der Corona-Pandemie, die am morgigen Donnerstag ab 19 Uhr in der Sporthalle der Grundschule stattfindet. Dort wird es einen kurzen Bericht zum aktuellen Sachstand geben, kündigt Franke an. Die Baugrunduntersuchung ist – wie berichtet – abgeschlossen.

Derzeit läuft die Wirtschaftlichkeitsprüfung, die vom Fördergeber vorgeschrieben worden ist. Letztlich werde das Ergebnis der Prüfung bei der Entscheidung helfen, ob ein Generalunternehmer beauftragt wird oder ob der klassische Weg über einen Architekten sinnvoller ist. „Ich erwarte das Ergebnis noch vor der Sommerpause“, betont Merlin Franke. Die Gremien müssten dann das weitere Vorgehen beschließen. Nach aktuellem Stand geht er davon aus, dass mit dem Bau des Mehrzweckzentrums im nächsten Jahr begonnen werden kann. „Für mich ist es die Nummer-Eins-Priorität“, sagt Franke.

Erste Überlegungen zu einem neuen Mehrzweckzentrum hatte es bereits vor einigen Jahren gegeben. Warum das Langzeit-Projekt noch nicht weiter fortgeschritten ist, erklärt Merlin Franke wie folgt: Um sich für die Städtebauförderung zu bewerben, musste zunächst gemeinsam mit der Samtgemeinde Bad Bevensen-Ebstorf ein integriertes Entwicklungskonzept erstellt werden, das als Grundlage für die Bewerbung diente. Dieses musste dann erst einmal angenommen werden. Anschließend konnten schritt- und stufenweise einzelne Fördergelder beantragt werden.

Bienenbüttel auf hohe Förderung angewiesen

„Und wir sind auf diese hohe Förderung angewiesen, nur so ist ein Mehrzweckzentrum in Bienenbüttel realisierbar“, sagt der Verwaltungschef. Denn die Einheitsgemeinde ist die einzige Kommune im Landkreis, die ihre Halle finanziell vollkommen selbst tragen muss, weil sie keine weiterbildende Schule hat. Dabei gehe es sowohl um laufende Kosten als auch um Investitionen, erläutert Franke. Auch der Landkreis Uelzen hat jedoch eine Million Euro an Förderung zugesagt.

In Frankes Augen ist die Nutzung des Mehrzweckzentrums breit gefasst. „Für den Sport ist es auf jeden Fall wichtig, aber wir bringen hier auch Generationen zusammen“, erklärt er. Die vielfältige Nutzung, unter anderem für Sport, Berufs- und Ausbildungsmessen, das traditionelle Schützenfest, Konzerte, Hobby- und Kunstausstellungen, Veranstaltungen, musikalische Ausbildung oder die Ferienbetreuung, sei der entscheidende Grund dafür, dass man so hohe Fördersumme bewilligt bekommen habe.

Über die neuerliche Förderung freut sich auch Andreas Howe, der Vorsitzende des TSV Bienenbüttel: „Wir hoffen, dass die Förderung auch dazu beiträgt, dass wir im geplanten Zeitrahmen bleiben.“ Dieser ist aus seiner Sicht bislang gut gehalten worden. Die Ilmenauhalle fehle an allen Ecken und Enden, nicht nur für den Sportverein. Im TSV sei der Verlust besonders für die Turner und die Handballer nicht einfach zu kompensieren. „Das ist eine schwierige Zeit, wir wünschen uns, dass sie trotzdem alle bei der Stange bleiben“, sagt der Vereinsvorsitzende und blickt den nächsten Planungsschritten entgegen.

VON FLORIAN BEYE

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