Windiger Rückschnitt in Bienenbüttel

Wegen der Sicherheit: Linden in der Schützenstraße werden eingekürzt

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Immer wieder müssen die Arbeiter die Arbeitsbühne auf der Bienenbütteler Schützenallee runterfahren und abwarten, bis sich das Wetter etwas beruhigt hat.

Bienenbüttel – Gut 20 Bäumen rücken derzeit die Männer von Bienenbüttels Bauhof mit Motorsägen und Häckslern zu Leibe. In der Schützenallee in Bienenbüttel werden die Linden zurückgeschnitten – aus Sicherheitsgründen, wie es heißt.

Die Kronen der Bäume sind teilweise bis über 30 Meter hoch.

Da ist die Arbeit auf der Hebebühne nicht immer einfach. „Vor allem, wenn es so windig ist wie derzeit. Da können wir so weit oben gar nicht arbeiten“, erklärt Henning Bromann von der Firma Bromann, die die Gemeinde Bienenbüttel damit beauftragt hat, die Sicherheits-Schnitte an den Bäumen durchzuführen.

Anfang der Woche mussten die Arbeiten aufgrund der böigen Winde sogar komplett eingestellt werden. Auch die eigentlich geplante Dauer der Maßnahme verlängert sich daher. „Wir sind von gut einer Woche ausgegangen, aber nun werden wir auch noch nächste Woche sägen müssen“, erzählt Bromann weiter.

Der Fachmann erklärt weiter, dass die Äste – je nach Länge – mehrere Meter eingekürzt werden müssen, Stichwort Windhebellast: „Je länger ein Ast ist, desto mehr Angriffsfläche haben die Winde dann auch und auch die Hebelwirkung wird eben immer größer“. Ist beispielsweise ein Ast 17 Meter lang, müssten etwa drei Meter abgesägt werden. „Man kann an der Rinde dort, wo der Ast aus dem Baum herauswächst, erkennen, ob ein Ast eine zu große Hebelwirkung auf den Baum hat“, erläutert der Experte weiter. Dann sei die Rinde „irritiert“.

Diese Baumschnittmaßnahmen sind nötig, damit bei starkem Wind keine Äste auf die Straße oder auf den Gehweg fallen. Außerdem muss das sogenannte Lichtraumprofil regelmäßig freigeschnitten werden. Lichtraumprofile definieren den Raum unter Bäumen, der nötig ist, damit Fahrzeuge oder Personen gefahrenlos darunter durchkommen. „Für Radfahrer sind das 2,80 Meter und für Laster 4,80 Meter“, erklärt Bromann. Natürlich müsse immer genug Verästelung am Baum bleiben, da sie sonst von Parasiten befallen werden könnten. Die abgesägten Äste werden von den Bauhof-Mitarbeitern geschreddert, größere Baumabschnitte werden auf dem Bauhof als Brennholz angeboten.

Henning Bromann macht diese Arbeiten schon viele Jahre – auch schon mehrfach für Bienenbüttel – dennoch wundert er sich immer wieder darüber, wie wenig Verständnis manche Anwohner für seine Arbeit haben: „Es gab ja vor ein paar Jahren hier den Fall, dass ein Baum auf ein abgestelltes Auto gekracht ist, das sollte nicht noch einmal passieren.“

VON ROBIN VOGT

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