Idee zur Aufwertung der Lüneburger Innenstadt / Brunnenbauverein will Zuschuss geben

Ein Wasserspiel Am Sande?

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Über ein Wasserspiel für den Lüneburger Platz Am Sande wird am 31. Januar in einer Ausschusssitzung beraten. Der vom Verein Lüneburger Kaufleute gegründete Brunnenbauverein ist bereit, hierfür 40 000 Euro zur Verfügung zu stellen.

Lüneburg. Ein Wasserspiel könnte zukünftig den Lüneburger Platz Am Sande beleben. Über diese Idee aus der Lüneburger Stadtverwaltung berät am 31. Januar der Grünflächen- mit dem Kulturausschuss, informiert Stadt-Sprecher Daniel Gritz.

„Mehr steht noch nicht fest“, stellt er klar. Mit dem Vorschlag könnte auch eine jahrelange Hängepartie um den Bau eines Brunnens an dieser Stelle ihren Abschluss finden.

„Letztlich geht es darum, den Platz Am Sande aufzuwerten, eine weitere Attraktion in der Lüneburger Innenstadt zu schaffen und die Aufenthaltsqualität zu erhöhen“, erklärt Michael Zeinert als Vorsitzender des Vereins Lüneburger Kaufleute. „Es besteht Handlungsbedarf Am Sande und in der Grapengießerstraße, weil man dort einfach durchläuft.“– Eine Folge der Verlagerung hochwertiger Geschäfte. Und Zeinert erinnert daran, dass an dieser Stelle früher schon ein Brunnen gestanden hat, der Reichenbachbrunnen.

Mit einem neuen Brunnen an diesem Standort tun sich die Lüneburger allerdings schwer. Um das Jahr 2000 veranstaltete die Stadt einen Wettbewerb. Den gewann die Bildhauerin Doris Waschk-Balz, deren Modell einen Grapengießer beim Gießen des historischen Topfes zeigt. Für die Realisierung fehlte allerdings das Geld.

Der Verein der Lüneburger Kaufleute griff das Vorhaben 2012 auf. Zu seinem 100. Geburtstag beschlossen die Kaufleute, den Brunnen der Stadt als bleibende Erinnerung zu schenken. Ein Brunnenbauverein wurde gegründet, Spenden wurden gesammelt. Doch nun erhob sich in der Bevölkerung Kritik an dem Entwurf. Ein Nachbar erhob sogar Klage. Die Kaufleute bliesen schließlich 2015 das Projekt ab. „Wir wollen kein Geschenk machen, das man nicht will“, sagt Zeinert. Und spricht von einer „Denkpause“.

Zeinert ist auch Vorsitzender des Brunnenbauvereins. Knapp 40 000 Euro von den ursprünglich gespendeten 150 000 Euro befinden sich nach seinen Angaben derzeit in der Kasse. Denn das Honorar der Künstlerin, der Bau eines Modells und weitere Aufwendungen mussten bezahlt werden. Die 40 000 Euro wolle man gern zur Verfügung stellen, wenn ein Wasserspiel realisiert würde, kündigt Zeinert an.

Wie das Wasserspiel aussehen könnte, darüber gibt es schon relativ konkrete Vorstellungen. Dabei solle das Wasser in Intervallen aus dem Boden schießen, berichtet Zeinert. „Dazu gab es erste Diskussionen. Die verliefen positiv.“ Klar sei aber auch: Das Wasserspiel sei ein Projekt der Stadt und nicht des Brunnenbauvereins, denn der habe gar nicht genug Geld, um es umzusetzen.

Von Gerhard Sternitzke

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