Loslassen für die nächste Generation

Warum Loni Franke das Bienenbütteler Dorfgespräch an ein Trio übergibt

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Loni Franke wird ihr Restaurant an Phillip Roost, Annemarie Meyer und Sarah Dabergott übergeben. „Ich wollte abgeben, wenn die Sache am schönsten ist“, sagt sie.

Bienenbüttel – Seit acht Jahren gibt es die Markthalle in Bienenbüttel, die von Loni Franke gemanagt wird. Sechs Jahre lang leitete sie zudem das Restaurant „Dorfgespräch“. Dieses soll jetzt in jüngere Hände übergeben werden.

Mit Küchenchef Phillip Roost sowie den Hotelfachfrauen Annemarie Meyer und Sarah Dabergott steht dafür ein Trio in den Startlöchern und soll ab dem 1. Juli die Leitung des Restaurants übernehmen.

„Das ist die Übergabe an die nächste Generation, das könnten auch meine Kinder sein“, sagt Loni Franke. Die Drei identifizierten sich mit dem Konzept der Markthalle, die im Ganzen weiterhin von Loni Franke betrieben wird. Sie stehe den Drei auch weiterhin mit Rat und Tat zur Seite. Und die Organisation von Veranstaltungen liegt nach wie vor bei Loni Franke, die diese dann gemeinsam mit dem Trio plant.

Bisher ist Loni Franke sieben Tage pro Woche in der Markthalle eingespannt – und das oft mehr als zwölf Stunden am Tag. Ein typischer Arbeitstag beginne morgens gegen 7 Uhr im Büro und ziehe sich in die späten Abendstunden. Mit der Übergabe des Dorfgesprächs soll daher auch die Arbeitsbelastung etwas zurückgefahren und Verantwortung abgegeben werden. Klar sei aber auch, dass sie im Notfall helfen werde. „Wenn die Hecke brennt, bin ich natürlich da.“

Die Reduzierung der Arbeitsbelastung ist für Loni Franke aber nicht das Hauptmotiv, das Dorfgespräch abzugeben. „Ich wollte abgeben, wenn die Sache am schönsten ist“, sagt sie. Es nütze nichts, sich an einen Betrieb zu klammern und dadurch womöglich einen guten Zeitpunkt zur Übergabe zu verpassen oder gute Mitarbeiter zu vergraulen, die den Betrieb womöglich übernehmen könnten. Die jungen Menschen wollten eben auch Karriere machen. „Bienenbüttel braucht junge dynamische Leute“, sagt Loni Franke. Davon profitiere der Ort.

VON LARS LOHMANN

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