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Waldbad Bienenbüttel: Wassertemperatur in Vor- und Nachsaison wird auf 21 Grad gesenkt

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Von: Lars Lohmann

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Badegäste schwimmen im Waldbad in Bienenbüttel
Im Waldbad wird dieses Jahr das Wasser in der Vor- und Nachsaison nur noch auf 21 Grad aufgeheizt. Damit soll Gas eingespart werden. © Beye, Florian

21 Grad warm wird das Wasser im Bienenbütteler Waldbad in der Vor- und Nachsaison für 2022 sein. In den sechswöchigen Sommerferien werden es 23 Grad sein.

Das ist das Ergebnis eines von allen Fraktionen einstimmig im Gemeinderat mitgetragenen Vorschlags der CDU, in Anbetracht steigender Energiepreise und unsicherer Gaslieferungen in Folge des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine beim Waldbad Kosten einzusparen.

„Die Frage, der wir uns stellen müssen, ist, welche Möglichkeiten gibt es, um Kosten und Gas zu sparen“, erklärte Kathrin Ellenberg (CDU) das kurzfristig auf die Tagesordnung gesetzte Thema Waldbad. Die Wassertemperatur abzusenken, sei da eine Möglichkeit.

„Es gibt kaum eine bessere Situation, als das Thema jetzt anzugehen. Die Akzeptanz in der Bevölkerung ein bis zwei Grad runterzugehen, ist da“, sagte Hans-Jürgen Franke (KA). In Anbetracht der Energiepreise und unsicheren Versorgung sei man dazu angehalten, Gas zu sparen. „Wo immer es geht, Energie sparen“, sagte auch Gabriel Siller (SPD).

Bürgermeister Dr. Merlin Franke erklärte, dass die Gemeinde für 2022 noch einen gesicherten Gasvertrag habe, unabhängig davon sei es aber wichtig, Gas einzusparen. Bei bisherigen Gaskosten von rund 20 000 Euro im Jahr für das Waldbad könnte mit der Temperatursenkung ein niedriger vierstelliger Betrag eingespart werden. Ein genauere Summe lasse sich aber nicht bemessen, weil es auch immer auf das Wetter ankomme. „Den höchsten Gasverbrauch haben wir aber in der Vor- und Nachsaison. Im Sommer heizt unsere Solarthermie-Anlage das Wasser bei gutem Wetter fast von allein auf“, erklärte der Verwaltungschef auf Nachfrage von Matthias Sost (Grüne). Außerdem steht und fällt der Erfolg der Freibadsaison laut Merlin Franke mit drei bis vier Wochen gutem Wetter in den Sommerferien. Und es seien auch mehr kleine Kinder im Bad, sodass 23 Grad in den Sommerferien belassen werden sollten.

„Jeder Kubikmeter Gas, den wir nicht verbrauchen, füllt unsere Gasspeicher. Zudem sind wir alle von Wirtschaftsminister Habeck dazu angehalten worden, Gas einzusparen, wo es eben geht“, sagte CDU-FDP-Gruppensprecher Christopher Tieding (CDU). Daher sei es wichtig, diese Möglichkeiten beim Waldbad auch auszuschöpfen.

Schließlich folgte der Gemeinderat einstimmig den Vorschlag des Ratsvorsitzenden Udo Hinrichs (CDU). Der Verwaltung mit auf dem Weg zu geben. Außerhalb der Sommerferien die Wassertemperatur auf 21 Grad festzulegen.

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