Verzicht auf Gebühren

Ausleihen von Medien soll in der Bücherei Bienenbüttel kein Geld mehr kosten

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Um die Bücherei Bienenbüttel attraktiver zu machen, sollen die Leihgebühren für Medien abgeschafft werden. Dem CDU-Antrag wurde einstimmig im Finanzausschuss zugestimmt. ARCHIVFoto: KIEPPe

Bienenbüttel – Wie kann die Bienenbütteler Bücherei attraktiver werden und mehr Nutzer locken? Diese Fragen beschäftigen die Kommunalpolitik schon seit geraumer Zeit.

Jetzt sind alle Fraktionen einem Vorschlag der CDU gefolgt, die Leihgebühren in der Bücherei abzuschaffen.

Das Ziel: „Wir wollen die Attraktivität der Bücherei steigern“, sagt Udo Hinrichs (CDU). Mit dem Wegfall der Leihgebühren werde es einfacher, Medien auszuleihen und das ganze Angebot stehe den Bürgern kostenlos zur Verfügung. Außerdem werde somit eine Hürde für den Besuch der Bücherei beseitigt. Insgesamt soll mit der kostenlosen Ausleihe der Stellenwert der Bücherei in der Gemeinde gestärkt und die Nutzung des Angebots durch die Bürger verstärkt werden.

Die wegfallende Gebühr von 2000 Euro im Jahr soll durch Einsparungen im Haushalt finanziert werden, erklärte Hinrichs. So fielen allein 1200 Euro Verwaltungsaufwand durch die Abschaffung weg. Weitere 1000 Euro sollen durch den Verzicht auf die Anschaffung von Müllboxen für die Dorfgemeinschaftshäuser in Grünhagen und Steddorf eingespart werden. Das habe man schon mit den Betroffenen abgesprochen. Außerdem soll ein Sparschwein in der Bücherei aufgestellt werden, für alle die diese freiwillig finanziell unterstützen wollen.

„Ich finde den Antrag gut“, sagte Jakob Blankenburg (SPD). Damit werde ein wichtiger Beitrag geleistet, die Attraktivität der Bücherei als auch des Ortes selbst zu steigern.

Auch mit Hinblick auf das Hilfsmodell, das von der Verwaltung vorgestellt wurde, um im Fall einer Erkrankung die Öffnung der Bücherei sicherzustellen, sei die Idee der Abschaffung der Leihgebühren sehr gut, sagte Mathias Soest von der Kommunalpolitischen Alternative (KA). Es gebe verlässlichere Öffnungszeiten und gleichzeitig eine Steigerung der Attraktivität der Bücherei durch den Wegfall der Leihgebühren. Langfristig schwebe der KA eine Lösung mit zwei Teilzeitkräften anstelle einer einzigen 40-Stunden-Kraft für die Bücherei vor, um die Öffnungszeiten noch verlässlicher zu machen.

„Von dieser Entscheidung profitieren nicht nur die Einwohner Bienenbüttels, sondern alle Nutzer der Bücherei“, merkte Bürgermeister Dr. Merlin Franke an. Es gebe auch viele Nutzer der Bücherei aus Jelmstorf, Altenmedingen und anderen an der Gemeinde angrenzenden Orten. „Auch für diese machen wir es gerne“, sagte der Verwaltungschef.

Das letzte Wort in der Sache haben der Verwaltungsausschuss und der Gemeinderat.

VON LARS LOHMANN

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