Sicherheit der Schüler im Blick

Verkehrsüberwachung an der Grundschule Bienenbüttel: AZ begleitet Polizist Gähring

Die Sicherheit der Grundschüler ist ihm ein besonderes Anliegen: Polizist Christian Gähring überwacht gestern, am ersten Schultag nach den Sommerferien den Straßenverkehr an der Bienenbütteler Schule.
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Die Sicherheit der Grundschüler ist ihm ein besonderes Anliegen: Polizist Christian Gähring überwacht gestern, am ersten Schultag nach den Sommerferien den Straßenverkehr an der Bienenbütteler Schule.

Bienenbüttel – Ein blondes Mädchen steht gestern am Fußgängerüberweg an der Bienenbütteler Bahnhofstraße. Sie ist auf dem Weg zur Grundschule. Es ist der erste Tag nach den Sommerferien.

Bevor sie mit ihrem rosafarbenen Rucksack auf dem Rücken die Straße überquert, schaut sie nach links und rechts, streckt dabei die linke Hand nach vorn. Erst als die Autofahrer anhalten, geht das Mädchen über die Straße. „Vorbildlich“, lobt Polizist Christian Gähring, als die Grundschülerin an ihm vorbeigeht. Sie lächelt und er wünscht ihr einen „schönen ersten Schultag“.

Gähring ist bekannt in Bienenbüttel, seit 13 Jahren ist er in der Gemeinde als Polizist aktiv. Seitdem überwacht er regelmäßig den Straßenverkehr im Bereich der Bienenbütteler Grundschule. „Eigentlich ist das immer sehr überschaubar“, berichtet der 41-Jährige. Obwohl selten bis nie etwas passiert, steht Christian Gähring gerne an der Grundschule, „weil es mir einfach wichtig ist, dass die Kinder sicher zur Schule kommen.“

Arbeit der Polizei wird geschätzt

Freundlich grüßt er vorbeikommende Eltern, die ihre Kinder zur Schule bringen. Die wiederum lächeln ihn an. Es macht den Eindruck, dass alle froh sind, dass er da ist. „Diese Präsenz ist eminent wichtig“, betont auch die neue Leiterin der Grundschule, Silke Beckmann, im Gespräch mit der AZ. Die Kinder sind aufgrund der Corona-Pandemie und der damit verbundenen Hygiene- und Abstandsregeln angehalten, wenn möglich nicht mit dem Bus zu fahren. Daher kommen viele zu Fuß. Sie beobachtet ab und zu, dass Autofahrer vor der Grundschule „resolut fahren und nicht auf den Zebrastreifen achten“, weiß Beckmann zu berichten. „Deshalb schätzen wir die Arbeit der Polizei sehr.“

Gerade an den ersten Tagen nach den Ferien müsse sich alles erst einmal wieder einpendeln, erklärt Christian Gähring: „Die Autofahrer haben vielleicht nicht unbedingt auf dem Zettel, dass wieder Schüler unterwegs sind. Und die wiederum sind manchmal sehr aufgeregt, weil sie ihre Freunde nach den Ferien wiedersehen.“

B 4-Sperrung sorgt für mehr Verkehr

In diesem Moment macht Gähring einen Schritt nach vorne, um zur Not schnell eingreifen zu können: Ein Autofahrer in einem weißen Multivan fährt recht rasant an den Fußgängerüberweg heran, den gerade ein Schüler überquert. Doch im letzten Moment bremst der Fahrer doch noch. „Hier ist verkehrstechnisch echt der Bär los, das liegt an der B 4-Sperrung“, sagt Gähring. Ein Blick auf die oftmals auswärtigen Kennzeichen gibt ihm recht.

An diesem Morgen bleibt alles ruhig. Keine zu schnell fahrenden Autos. Alle halten am Fußgängerüberweg an. Das gibt Gähring die Zeit, von einem Vorfall vor etwa zehn Jahren zu erzählen: Damals parkt ein Vater seinen Wagen direkt in der Feuerwehreinfahrt, um sein Kind abzuliefern. „Als ich ihn angesprochen habe, dass das so nicht geht, habe ich gemerkt, dass der Vater stark alkoholisiert war“, berichtet Gähring. Einen solchen Fall habe er aber auch nur einmal erlebt. VON FLORIAN BEYE

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