Verhandlungen um Diabetes-Klinik: Kurgesellschaft muss noch zustimmen

„Theoretisch verkauft“

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Seit Jahren ist die Zukunft des Geländes am Bad Bevenser Klaubusch Thema in Bad Bevensen – nun hat ein Investor Interesse angemeldet.

Bad Bevensen. Es kommt Bewegung in den Bad Bevenser Klaubusch – genauer gesagt, in das Gelände der dortigen ehemaligen Diabetes-Klinik. Wie die Kölner Summit und Partners GmbH bestätigt, laufen derzeit Verkaufsverhandlungen.

„Die Summit hat theoretisch verkauft“, sagt ein Sprecher der Unternehmergruppe und weist auf eine Voraussetzung hin, die abgewickelt werden muss, bevor der Verkauf auch praktisch vollzogen werden kann. Denn die Summit hatte 2007 zwar das Gebäude der Diabetes-Klinik gekauft, aber nur einen Teil des dazugehörigen Grundstücks. Für den anderen – einen kleineren Bereich – hatte die Unternehmensgruppe nach Aussage von Uwe Winter, Geschäftsführer der Bevenser Kurgesellschaft (KurGmbH), nur das Erbbaurecht von der KurGmbH erworben, die Eigentümerin dieses Teilgeländes ist. Demnach könne die Kölner Summit auch nicht dieses Geländestück verkaufen, sondern formal nur das Erbbaurecht an den interessierten Investor weitergeben. Der Investor möchte aber – laut Uwe Winter – das gesamte Gelände erwerben, um dort ein größeres Projekt umzusetzen.

Bevor der Verkauf der ehemaligen Diabetes-Klinik also in trockenen Tüchern ist, müsste die Kur GmbH die Summit und Partners GmbH aus ihren Verpflichtungen entlassen, die aus der Erbpacht resultieren, erklärt Winter – und das hänge an rund 45 000 Euro. „Erst wenn diese offenen Forderungen ausgeglichen sind, werden wir zustimmen“, erklärt er.

Summit-Geschäftsführer Dr. Udo Schulz hatte in der Vergangenheit keinen Hehl daraus gemacht, dass sein Herz nicht an dem Gebäude im Bad Bevenser Kurgebiet hängt. „Wir hätten das Objekt nicht mit der Kneifzange anfassen sollen“, machte er schon 2011 im AZ-Gespräch seinem Ärger Luft. Die Kölner Unternehmensgruppe hatte die Klinik, die 2002 geschlossen wurde, 2007 für 700 000 Euro gekauft. Das Gebäude ist inzwischen in einem desolaten Zustand: Fensterscheiben wurden eingeworfen, Eingänge und Wände sind zugewachsen. Spaziergänger betreten das Privatgrundstück, berichten von Überbleibseln aus dem Klinik-alltag, die sich noch immer in dem Gebäude befänden. Zudem nutzen Kinder und Jugendliche Gelände und Gebäude als Abenteuerspielplatz.

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