Martin Vieregg stellt Gutachten vor

Umsetzung von Alpha-E bei Uelzen: Strecken-Optimierung statt Ausbau

„Es ist nicht verständlich, warum der ganze Güterverkehr durch den Flaschenhals Lüneburg-Uelzen fahren muss“, sagt Gutachter Martin Vieregg.
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„Es ist nicht verständlich, warum der ganze Güterverkehr durch den Flaschenhals Lüneburg-Uelzen fahren muss“, sagt Gutachter Martin Vieregg.

Uelzen/Lüneburg – Dort, wo die Züge auf der Strecke Hamburg-Hannover heute besonders langsam fahren, sollen sie schneller werden.

Damit werden nach Auffassung von Gutachter Martin Vieregg genügend Kapazitäten auf der Strecke vorhanden sein, um sowohl den Anforderungen des Güterverkehrs als auch des Personenverkehrs unter Berücksichtigung des sogenannten Deutschlandtaktes zu genügen.

Damit soll es möglich sein, dass zwischen Maschen und Uelzen 250 bis 270 Güterzüge pro Tag verkehren können. Die restlichen prognostizierten Güterzüge sollen auf andere Strecken ausweichen. „Es ist nicht verständlich, warum der ganze Güterverkehr durch den Flaschenhals Lüneburg-Uelzen fahren muss“, sagte Vieregg.

Ziel sei es, die Reisezeit zu reduzieren, um die Vorgaben des Deutschlandtaktes zu erfüllen. Auf der gesamten Strecke gebe es Möglichkeiten, die Streckenführung zu optimieren. So könnte die Durchfahrt Uelzen so umgebaut werden, dass dort Geschwindigkeiten von 200 Stundenkilometern möglich sind. Auch die Geschwindigkeit in Lüneburg oder Celle soll so erhöht werden. Hauptnadelöhr sei aber der Hamburger Hauptbahnhof. „Der muss für eine Lösung groß angefasst werden“, sagt Vieregg. Wenn diese Maßnahmen umgesetzt werden, soll man ohne ein zusätzliches Gleis auskommen. „Wenn sich der Verkehr im Gegensatz zur Prognose verdoppelt, muss aber ausgebaut werden“, erklärte der Planer – aber nicht durchgehend.

Laut Gutachten gibt es zwei Varianten. Einen drei- bis viergleisigen Ausbau zwischen Lüneburg und Uelzen und von dort zweigleisig bis Celle. Oder den viergleisigen Ausbau von Ashausen nach Lüneburg und einem dritten Gleis ab Suderburg bis nach Eschede und von dort viergleisig nach Celle. Die Strecke von Uelzen bis Lüneburg bliebe dann zweigleisig.

Vorteil der zweiten Variante sei, dass dort vor allem dünn besiedelter Raum betroffen sei und in den neuralgischen Bereichen Bienenbüttel, Bad Bevensen und Deutsch Evern nicht gebaut werden müsste. Fraglich sei dann aber der Lärmschutz für die drei Orte.

VON LARS LOHMANN

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