Vor allem neue Düngemittelhalle sorgt für positive Zahlen am Lüneburger Hafen / 2,3 Millionen Euro sollen investiert werden

Umschlagsmenge um knapp ein Viertel gesteigert

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Am Lüneburger Hafen wurden 2017 rund 363 808 Tonnen Güter und Wagen umgeschlagen – eine Steigerung von 23 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. 

Lüneburg. Auf rund 363 808 Tonnen ist der Güter- und Warenumschlag der Hafen Lüneburg GmbH im vergangenen Jahr gestiegen. Das ist eine Steigerung von 23 Prozent im Vergleich zu 2016. Das teilt Geschäftsführer Lars Strehse mit.

221 Binnenschiffe haben 2017 den Lüneburger Hafen angesteuert und 257 528 Tonnen an Massengut transportiert – eine Steigerung um 24 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Über die Industriebahnen wurden in 2629 Waggons 106 280 Tonnen an Massengut und Fertigprodukten transportiert. Das waren 20 Prozent mehr als 2016.

Diese Steigerung begründet Strehse vor allem mit dem allgemeinen Wirtschaftswachstum und mit der Inbetriebnahme einer neuen Düngemittelhalle direkt im Binnenhafen. Zudem seien wieder vermehrt Bahntransporte für das produzierende Gewerbe unterwegs, erklärt Strehse.

Die insgesamt positive Entwicklung im vergangenen Jahr resultiert vor allem aus einer Steigerung des Umschlages von Düngemitteln (+175 Prozent), land- und forstwirtschaftlichen Produkten (+22 Prozent) sowie Steinen und Erden (+19 Prozent). Dagegen waren Kohle (-6 Prozent) und Fertigprodukte (-21 Prozent) rückläufig.

Für das Jahr 2018 sieht Lars Strehse einige positive Entwicklungsperspektiven. Ein Unternehmen, das spezielle Bauprodukte herstellt, werde unmittelbar im Hafenbereich eine Lager- und Produktionsstätte aufbauen, die Baumaßnahmen sollen 2018 anlaufen. Zudem habe sich in Vastorf ein weiterer Betrieb angesiedelt, der auf den Transport von Rohstoffen mit dem Binnenschiff angewiesen sei, berichtet Strehse.

In diesem Jahr startet zudem ein umfangreiches Investitionsprogramm, blickt der Geschäftsführer voraus. Mit Unterstützung des Landes Niedersachsen plant die Hafen Lüneburg GmbH 2018 und 2019 rund 2,3 Millionen Euro in betriebliche Maßnahmen, in die Grunderneuerung und den Ausbau der Anlagen zu investieren. Aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung und dem Förderprogramm des Landes Niedersachsen zur „Stärkung CO²-armer Verkehrsträger“ liegt der Hafen Lüneburg GmbH eine Förderzusage über rund 900 000 Euro vor.

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