Preise in der Hansestadt steigen zum 1. Oktober / Grund für Erhöhung sind gestiegene Personalkosten

Taxifahren in Lüneburg wird teurer

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Das Taxifahren in Lüneburg wird zum 1. Oktober teurer, weil die Personalkosten gestiegen sind.

Lüneburg – Taxis in Lüneburg werden künftig teurer. Ab dem 1. Oktober steigen die Beförderungspreise von 2,20 Euro auf 2,40 Euro pro Kilometer für Fahrtstrecken bis zu vier Kilometern. Für längere Fahrtstrecken erhöht sich der Kilometerpreis von 2 Euro auf 2,20 Euro.

Das beschloss der Rat der Hansestadt jetzt. Der Gesamtverband für das Verkehrsgewerbe Niedersachsen (GVN) hatte bereits im Oktober 2018 beantragt, die Preise aufzustocken, um damit die gestiegenen Personalkosten durch die Erhöhung des Mindestlohns auszugleichen.

Zum 1. Januar 2019 trat die Erhöhung des gesetzlichen Mindestlohnes auf 9,19 Euro pro Stunde in Kraft, zum 1. Januar 2020 wird der Mindestlohn weiter auf 9,35 Euro steigen. Die letzte reguläre Erhöhung der Taxentarife aufgrund der Mindestlohnentwicklung war Anfang 2015 vorgenommen worden. Keine Anpassung erfolgte jedoch 2017, als der Mindestlohn zwischenzeitlich schon einmal angehoben wurde. Deshalb, so der GVN, sei nun eine Erhöhung der Fahrtpreise erforderlich geworden.

Ferner beauftragte der Rat die Verwaltung damit, ein unabhängiges Taxigutachten auf den Weg zu bringen, um künftige GVN-Anträge objektiv bewerten zu können. Bisher konnten sich die Stadtvertreter hierbei lediglich auf Vergleichswerte anderer Kommunen sowie auf betriebswirtschaftliche Betrachtungen des GVN und eigene Berechnungen der Verwaltung stützen. Stattdessen soll das Gutachten in Zukunft als Entscheidungsgrundlage herangezogen werden. Ebenso verfahren die Landkreise Harburg, Stade und Gifhorn.

Außerdem wurde der Passus aus der Taxenverordnung gestrichen, der Taxiunternehmen erlaubt, bei Kartenzahlung eine Zusatzgebühr zu erheben. Bargeldlose Zahlungsmethoden werden damit kostenfrei, wie laut EU-Recht gefordert.

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