Wie Phönix aus der Asche

Liedermacherin Tania Fritz tritt beim musikalischen Gottesdienst in Bienenbüttel auf

Pastorin Julia Koll begrüßt Tania Fritz in der Bienenbütteler Kirche
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Pastorin Julia Koll (links) freut sich, die Liedermacherin Tania Fritz beim musikalischen Gottesdienst in Bienenbüttel begrüßen zu können. Thematischer Mittelpunkt soll das Wieder-Aufstehen sein.
  • Daniel Bieling
    VonDaniel Bieling
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Bienenbüttel – Wie Phönix aus der Asche erhebt sich auch die Kirchengemeinde aus Bienenbüttel, Wichmannsburg und Altenmedingen nach der langen coronabedingten Zwangspause erneut mit einer Reihe von besonderen, musikalischen Gottesdiensten.

Am Sonntag, 18. Juli, ist um 9.30 Uhr die Lüneburger Liedermacherin Tania Fritz zu Gast. Unter dem Motto „Wie Phönix aus der Asche“ stellt das Wieder-Aufstehen den thematischen Mittelpunkt dar.

Fritz erzählt persönliche Geschichte

Davon kann Fritz ein Lied singen – was sie mit dem Song „Phönix“ auch tut. „Der erzählt meinen persönlichen Weg“, sagt Fritz. „Es gibt die Ups und Downs. Dieses Wieder-Aufstehen ist total meine Geschichte.“ Nach einer schweren Lungenentzündung kämpfte sich die Lüneburgerin zurück, sodass sie jetzt wieder unbeschwert auf der Bühne stehen kann.

„Ich finde, es passt in diese Zeit, weil es eine Zeit des Öffnens und des Augenreibens ist“, sagt Koll über die Thematik in Bezug auf die Lockerungen nach dem Lockdown. Dass Tania Fritz beim musikalischen Gottesdienst auftreten soll, kommt nicht von ungefähr: „Sie ist meine Lehrerin“, erklärt Koll, die bei der Musikerin derzeit Jazz-Unterricht nimmt. Das Angebot, in einer Kirche im Rahmen eines Gottesdienstes aufzutreten, nahm Fritz nur zu gerne an: „Für mich als Liedermacherin ist dieses Philosophische immer sehr interessant.“

Zur Musik kam Fritz früh. „Ich stand schon als Kind mit der Rundbürste vor dem Spiegel“, sagt sie lachend. Mit einem Vater als Trompeter sei für sie schnell klar gewesen, dass sie ebenfalls Musikerin werden wolle. Mit neun Jahren stand Fritz dann das erste Mal auf einer Bühne. Die Liedermacherin selbst beschreibt jedoch das heimische Wohnzimmer als ihre erste Bühne, wo sie bereits Gäste unterhielt.

Umdenken in der Corona-Pandemie

Wie viele andere Künstler wurde auch Fritz von der Corona-Pandemie getroffen. „Ab Tag eins habe ich umgedacht“, so die Lüneburgerin. Den Gesangsunterricht verlagerte sie in den virtuellen Raum, zudem gab sie ein Konzert per Livestream. „Das war eine Erfahrung“, sagt Fritz. „Aber wenn das Konzert zu Ende ist, fühlt sich das an, als wenn man mit 200 Sachen gegen ein Stoppschild fährt.“ Kaum ist das Licht aus, sei alles vorbei, der persönliche Kontakt zum Publikum habe gefehlt. Der musikalische Gottesdienst jetzt wird Fritz’ vierter Auftritt nach den Lockerungen sein.

Dabei wird es poppig zugehen und viel zum Mitsingen geben, kündigt Pastorin Koll an: „Es ist ein Gottesdienst für Leute, die auch mal Lust haben, ihre Stimme zu erheben.“ Aufgrund der begrenzten Platzzahl bittet Koll die Besucher, sich vorher unter www.drei-ritter.de anzumelden. Bis zum Platz besteht eine Maskenpflicht.

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