Drei weitere Schrotkugeln entfernt

Sunny ist auf dem Weg der Besserung: Angeschossener Kater zum zweiten Mal operiert

Manuela Zymmek mit ihrem Kater Sunny: Der Katze wurden in einer zweiten Operation weitere Bleikugeln entfernt.
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Manuela Zymmek mit ihrem Kater Sunny: Der Katze wurden in einer zweiten Operation weitere Bleikugeln entfernt.

Bargdorf – Das Schicksal von Kater Sunny, der von einem Unbekannten angeschossen wurde und sich mit elf Schrotkugeln im Leib zu seinen Besitzern Manuela und Werner Zymmek in Bargdorf schleppte, findet inzwischen überregionale Aufmerksamkeit.

„Inzwischen war schon ein Kamerateam aus Hannover da, das sich für Sunnys Schicksal interessiert hat“, berichtet Werner Zymmek.

Er und seine Frau können bis heute nicht verstehen, was jemanden dazu treiben kann, auf Haustiere zu schießen. „Ein Haustier hat immer einen Besitzer, und der leidet dadurch immens“, sagt Manuela Zymmek. Sie hat immer noch ein mulmiges Gefühl, wenn abends gegen 17 Uhr die elf Katzen des Ehepaares ins Haus zurückkommen. „Ich schaue ganz genau hin, und wenn eine Katze sich verspätet, mache ich mir Sorgen, dass wieder etwas passiert ist“, sagt sie. Die Tiere bräuchten aber eben auch ihre Ausflüge in den Garten.

Sunny selbst wurde inzwischen ein zweites Mal operiert. Dabei wurden dem Kater eine Schrotkugel im Wirbelsäulenbereich und zwei weitere am rechten Kniegelenk entfernt. Drei weitere verbleiben noch im Wirbelbereich, und eine Kugel steckt inoperabel in der Lunge des aus der Türkei geretteten Tieres. Da es sich um Bleikugeln handelt, wird Sunny in Zukunft regelmäßig Blut abgenommen, um eine Vergiftung auszuschließen. „Bei der Operation wurden auch noch Knochensplitter gefunden, die Sunny starke Schmerzen beim Laufen bereiteten“, berichtet Manuela Zymmek.

Alle zwei Tage fährt sie mit dem Kater zum Tierarzt, damit er Antibiotika verabreicht bekommt. Und auch die Nächte verbringt sie mit Sunny gemeinsam im Gästezimmer, da die Katze nicht für lange Zeit allein gelassen werden kann und sie noch nicht mit den anderen Tieren toben soll. „Er ist ängstlicher als vorher. Vor allem Fremde machen ihm Angst“, sagt Manuela Zymmek. Der Kater befinde sich aber auf dem Weg der Besserung.

Für die Zukunft wünschen sich die Zymmeks, dass das Abschießen von Haustieren durch Jäger in Niedersachsen verboten wird. Solch ein Verbot gilt schon in Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen und dem Saarland. „Wir wollen nicht, dass noch mehr Menschen so etwas durchmachen müssen“, sagt Werner Zymmek.

loh

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