Sondierungsarbeiten an der IGS in Lüneburg / Kitas bis Dienstag vorsorglich geschlossen

Suche nach Bomben geht weiter

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Schweres Gerät fährt ein Mitarbeiter der Kampfmittelbeseitigungsfirma aus Celle an der Integrierten Gesamtschule Lüneburg in Kaltenmoor auf. Unter einem Teil von Schule und Bücherei wird ein Blindgänger vermutet.

Lüneburg. Nicht nur den Schülern der Integrierten Gesamtschule Lüneburg (IGS) in Kaltenmoor kommen die freien Tage nach der Zeugnisvergabe gelegen.

So konnten die Stadt Lüneburg und die Kampfmittelbeseitigungsfirma aus Celle bereits gestern Vormittag mit ihrer Suche nach einem möglichen Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg starten. „Es gibt einen Verdachtspunkt auf dem Schulgelände, den wir derzeit untersuchen“, bestätigt Sven Meiners, Einsatzleiter für den Bereich Lüneburg bei der Firma. Noch bis zum Sonntag soll das Areal untersucht werden.

„Weil es sich um eine Schule handelt, hat dieser Punkt Priorität“, versichert Suzanne Moenck, Pressesprecherin der Stadt Lüneburg. „Wir möchten auf Nummer sicher gehen und das Restrisiko beseitigen.“

Um den betroffenen Bereich untersuchen zu können, müssen die Mitarbeiter sowohl in der Schule als auch auf dem Außengelände Bohrungen durchführen. „Es ist leider so, dass der Verdachtspunkt nur wenige Zentimeter von der Gebäudemauer entfernt liegt. Wir müssen behutsam vorgehen, um die Statik keinesfalls zu gefährden“, erklärt Meiners. Die Sondierungsarbeiten betreffen einen Teil der Bücherei und der Mensa an einer Gebäudeecke.

Während in der Schule bis zu sechs Meter tief gebohrt werden muss, sind es im Außenbereich sogar sieben. Dazu werden Löcher im Durchmesser von 100 Millimetern durch Estrich und Bodenplatte gefräst. Die Spezialfirma geht meterweise vor, um eine Bombe, die womöglich in der Erde schlummert, auf keinen Fall anzubohren.

„Wenn wir nichts finden, können die Schüler aller Voraussicht nach am Mittwoch wieder zur Schule gehen“, versichert Meiners. Folgende Einrichtungen bleiben Montag und Dienstag vorsorglich aber geschlossen, um bei einer möglichen Evakuierung keine Zeit zu verlieren: Kita Kaltenmoor, Spielschule Kaltenmoor, Kita Schützenstraße, AWO-Kita Kaltenmoor, Hort Kaltenmoor, Jugendzentrum Kaltenmoor und der Aktivspielplatz Kaltenmoor. Die Stadt hat die betroffenen Eltern informiert und eine Notbetreuung für deren Kinder eingerichtet. „Wir sind auf alle Eventualitäten vorbereitet“, verspricht Suzanne Moenck.

Über die Informationskanäle Facebook (Lüneburg.de), Twitter (@hansestadtLG) und die Homepage www.hansestadtlueneburg.de können sich Bürger am Wochenende auf dem Laufenden halten. „Wahrscheinlich können wir am Sonntagnachmittag bekanntgeben, wie es weitergeht“, prognostiziert die Pressesprecherin. Auch über das Bürgertelefon kann unter (04131) 3 09 31 00 der aktuelle Sachstand erfragt werden.

Von Sandra Hackenberg

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