Bauherren können im Juli loslegen

Steddorf wächst zusammen: Erschließungsarbeiten für neues Baugebiet

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Kanalschächte und Markierungspfähle für das Baugebiet Wellbruch II zwischen Steddorf und Neu Steddorf: Die Gemeinde Bienenbüttel investiert 600.000 Euro in die Erschließung des Baulands, auf dem 38 Grundstücke entstehen.

Bienenbüttel-Steddorf. Wo Rasenbauer Stefan Kirschke im vorigen Jahr zum letzten Mal seine Rollware geerntet hat, arbeiten jetzt Bagger und Radlader.

Zwischen mit rosa Farbspray markierten Leitpfählen haben sie den Verlauf der zukünftigen Dr. Jürgen-Kirschke-Straße freigeschoben, benannt nach dem verstorbenen Altbürgermeister und Vater des Rasenbauern(1944-1993).

Abwasserschächte aus Beton und dicke Rohre liegen bereit: Seit etwa Mitte März läuft die Erschließung des neuen Baugebiets Wellbruch II, dass zukünftig die 44 000 Quadratmeter große Lücke zwischen den Bienenbütteler Ortsteilen Steddorf und Neu Steddorf schließen wird.

Bis Mitte August werden 3000 Kubikmeter Erde bewegt, 1500 Meter Schmutz- und Regenwasserkanal sowie 100 Anschlussleitungen verlegt, berichtet Bürgermeister Dr. Merlin Franke. Für diese Arbeiten sind 600 000 Euro im Haushalt eingeplant. Der spätere Straßenendausbau – rund 4500 Quadratmeter Fläche – kommt noch dazu.

„Das Baugebiet wird voraussichtlich zum 15. Juli freigegeben“, informiert Franke. Dann sollen die Baustraßen fertigstellt sein. Insgesamt 60 Interessierte hatten sich für die 38 Grundstücke mit Größen zwischen 850 und 1150 Quadratmetern vormerken lassen, die verkehrsgünstig in der Nähe der B 4 liegen. Unterschrieben ist noch kein Vertrag. „Der Verkauf erfolgt erst, nachdem der Bebauungsplan Rechtskraft erlangt hat“, erklärt der Bürgermeister. Die Gemeinde Bienenbüttel gibt den Käufern je nach Kinderzahl einen Rabatt auf den Verkaufspreis.

Aus den Vorgesprächen ist aber schon bekannt, dass einige Neubürger Bungalows oder Stadtvillen bevorzugen, wie Franke berichtet. Der Rat hat bewusst wenig Vorschriften zur Bauweise gemacht, die Bauherren sollen weitgehend freie Hand haben. Auch Holzhäuser und Mehrfamilienhäuser sind demnach möglich. „Jeder soll bauen, wie er will“, hieß es im Oktober.

Auf einem großen Haufen haben die Maschinen den Mutterboden zusammengeschoben. Der Wall verschwindet aber wieder. Zur Straße hin entsteht dafür ein 20 Meter breiter Pflanzstreifen. Was dort gepflanzt wird, können die Käufer der Randbauplätze aus einer Liste standorttypischer und bienenfreundlicher Pflanzen aussuchen.

Von Gerhard Sternitzke

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