Spendenaufruf von Christine Lamine in Steddorf war erfolgreich

Steddorf: Drei Tempotafeln kommen im April

Bunte Schilder wie dieses stehen schon an der Steddorfer Straße, um Autofahrer zu entschleunigen. Voraussichtlich im April sollen auch drei Tempo-Anzeigetafeln kommen. Das berichtet Initiatorin Christine Lamine.
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Bunte Schilder wie dieses stehen schon an der Steddorfer Straße, um Autofahrer zu entschleunigen. Voraussichtlich im April sollen auch drei Tempo-Anzeigetafeln kommen. Das berichtet Initiatorin Christine Lamine.
  • Florian Beye
    vonFlorian Beye
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Steddorf – Das Donnern eines Lkw ist schon aus der Ferne zu hören. Warum das so ist, wird deutlich, als das Fahrzeug dann am Steddorfer Dorfgemeinschaftshaus vorbeifährt. An das Tempolimit von 50 Stundenkilometern hält sich der Fahrer am Dienstagmorgen definitiv nicht.

Gefühlt bewegt sich die Geschwindigkeit des Lkw bei deutlich über 60 Kilometern pro Stunde.

Das Problem, das viele auf der lang gezogenen Steddorfer Ortsdurchfahrt mit ihren Fahrzeugen zu schnell unterwegs ist, ist längst bekannt. Die Anwohner haben gemalt, sie haben Kinderspielzeug an die Straßenränder gestellt. Der mobile Blitzer des Landkreises Uelzen stand schon häufiger an der Steddorfer Straße. Und die Anwohner – genauer: Christine Lamine – haben eine Spendenaktion für zwei Tempo-Anzeigetafeln gestartet (AZ berichtete).

Geld reicht nun sogar für drei Tafeln

Jetzt steht fest: Die Spendenaktion war ein voller Erfolg, drei Tafeln werden kommen. Das erzählt Christine Lamine im Gespräch mit der AZ. Die erste Tafel soll, wie berichtet, die Gemeinde Bienenbüttel übernehmen. Die zweite zahlt ein Sponsor. „Es ist Ralf Dehning. Er hat sich nach dem Spendenaufruf bei uns gemeldet “, berichtet Lamine zufrieden. Weil aber schon die ersten Anwohner Geld gespendet hatten, entschieden Lamine und Ortsvorsteher Andreas Meyer, die Aktion weiterlaufen zu lassen. Mit der Unterstützung der Bürgerstiftung und zahlreicher Anwohner kann so nun sogar eine dritte Tafel realisiert werden.

Hoffnung auf mehr Sicherheit und Ruhe

Und Christine Lamine weiß auch schon in etwa, wo die Tafeln platziert werden sollen: eine in Höhe des Dorfgemeinschaftshauses aus Richtung B 4 kommend, eine aus der entgegengesetzten Richtung kommend auf Höhe der Bushaltestelle in Neu-Steddorf und eine im alten Dorf.

Gerade im Bereich der Bushaltestellen erhoffen sich die Steddorfer laut Lamine einen positiven Effekt. Denn dort müssen Kinder täglich die Straße überqueren. Ohne Zebrastreifen oder Querungshilfe. „Das ist schon gefährlich, wenn sich die Autofahrer an die Geschwindigkeitsbegrenzung halten. Das Rasen trägt noch seinen Teil dazu bei“, meint Lamine, die regelmäßig ihren siebenjährigen Sohn zur Bushaltestelle bringt oder von dort abholt.

Ihre Hoffnung: „Wenn da ein visueller Hinweis auf so einer Tafel aufploppt, erreicht das die Autofahrer vielleicht eher.“ Laut der Steddorferin sollen die drei Tafeln solche mit Emoji-Anzeige werden. Wer zu schnell fährt, bekommt einen traurigen Emoji zu sehen. Wer sich an das Tempolimit hält oder sogar darunter bleibt, sieht einen Smiley.

Bei der Aktion, die wohl frühestens im April des kommenden Jahres umgesetzt wird, geht es aber nicht nur um die Sicherheit der Kinder. Weil die Straße viel befahren ist und auch bei B 4-Sperrungen als Umleitung genutzt wird, sorgt das Rasen auch für viel Lärm. „Hier hoffen wir, dass es vor allem nachts ruhiger wird“, blickt Christine Lamine voraus.

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