Auftrag für Dorferneuerungsmaßnahme ist vergeben / Kosten liegen bei 347 000 Euro

Start in Bornsen nach der Kartoffelernte

An dieser Kreuzung in Bornsen treffen die Kreisstraßen aus Rieste, Velgen und Oldendorf zusammen. Die Umgestaltung des überdimensionierten Verkehrsknotenpunktes steht im Fokus der Dorferneuerungsmaßnahme.
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An dieser Kreuzung in Bornsen treffen die Kreisstraßen aus Rieste, Velgen und Oldendorf zusammen. Die Umgestaltung des überdimensionierten Verkehrsknotenpunktes steht im Fokus der Dorferneuerungsmaßnahme.

Bornsen – Die Kreuzung: überdimensioniert und unübersichtlich. Die Gehwege: sanierungsbedürftig. Der Straßenbelag: holprig. Die Ortsdurchfahrt benötigt dringend ein neues Erscheinungsbild – und soll dieses noch im laufenden Jahr bekommen.

Das berichtet Bürgermeister Dr. Merlin Franke auf Nachfrage der AZ. Die öffentliche Ausschreibung für die Arbeiten ist erfolgreich abgeschlossen.

Vier Firmen haben ihren Hut in den Ring geworfen. Das geht aus einer Vorlage hervor, die vor Kurzem Thema im nichtöffentlichen Verwaltungsausschuss der Einheitsgemeinde war. Die von den Unternehmen kalkulierten Kosten für die Maßnahme im Rahmen der Dorferneuerung variierten deutlich. So lagen zwischen dem teuersten und dem günstigsten Angebot satte 110 000 Euro.

Der Verwaltungsausschuss hat sich nun für das wirtschaftlichste Angebot entschieden, erklärt Franke. So werden sich die Kosten auf rund 347 000 Euro brutto belaufen. Sie liegen damit knapp 50 000 Euro über dem ursprünglich gesetzten Rahmen. Den Zuschlag erhielt die Firma Dieter Kaupke aus Soltendieck. Mit der Fertigstellung werde im Dezember gerechnet, blickt der Verwaltungschef voraus.

„Wir freuen uns natürlich, dass jetzt endlich doch noch etwas gemacht wird“, sagt Bornsens Ortsvorsteher Heinrich Hellbrügge im Gespräch mit der AZ. Dass die Kosten letztlich dermaßen in die Höhe geschossen sind, trübe jedoch die Begeisterung bei einigen Anwohnern. „Ganz am Anfang der Planungen wurden um die 60 000 Euro veranschlagt“, erinnert sich Hellbrügge, der im Namen der Bornser darum gebeten hat, dass die Arbeiten erst Mitte Oktober – also nach dem Ende der Kartoffelernte – beginnen sollen: „Das wäre hier sonst schwierig mit den ganzen Landmaschinen.“

Mit Blick auf die Dorferneuerung in Bornsen ist Hellbrügge besonders der Kreuzungsbereich, an dem die Kreisstraßen aus Rieste, Velgen und Oldendorf zusammentreffen, wichtig. „Es gab selten Unfälle, aber hier wäre es gut, wenn die Autos langsamer fahren“, erklärt er. Zudem sei es wichtig, dass die Kinder einen Gehweg bis zur Bushaltestelle bekommen.

Genau diese Punkte stehen auch im Fokus der Maßnahme: Im Bereich der Kreuzung sollen die Radien der Einmündungen verkleinert und der Kreuzungsbereich insgesamt durch durchgezogene Bordlinien verengt werden. Die Verkehrsinsel wird leicht versetzt, zudem mit insektenfreundlichen Pflanzen gestaltet. Der Straßenverkehr führt künftig nur noch an einer Seite der Insel entlang. Die andere wird mit Pflastersteinen gestaltet – als Bereich, den Busse und Landmaschinen zum Wenden nutzen können. Der bisherige Buswartebereich soll barrierefrei umgebaut werden.

Die Verkehrssicherheit am Knotenpunkt soll durch beruhigende Maßnahmen wie die Verwendung von Pflastersteinen in Fahrbahnbereichen erhöht werden, erläutert Bürgermeister Franke eines der Ziele. Dadurch dass bestimmte Baustoffe und -materialien genutzt werden, soll zudem der dorftypische Charakter hervorgehoben werden. Die Pläne sind vollständig, die Auftragsvergabe ist abgeschlossen – nun muss nur noch die Kartoffelernte enden, damit die Arbeiten in Bornsen starten können. VON FLORIAN BEYE

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