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Nachschlag aus der Städtebauförderung für den Bau des Mehrzweckzentrums

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Von: Jannis Wiepcke

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Die Ilmenauhalle in Bienenbüttel
Der Abriss der Ilmenauhalle ist beschlossene Sache. In Bienenbüttel macht man sich jedoch sorgen, dass der Bau des Mehrzweckzentrums wegen steigender Baukosten nicht finalisiert werden kann. © Beye, Florian

Steigende Material- und Energiekosten sorgen dafür, dass sich auch der Bau des Mehrzweckzentrums verteuert. Um Planungssicherheit zu gewährleisten, wurde die Städtebauförderung für das Projekt angehoben.

Bienenbüttel - Im Hinblick auf das Mehrzweckzentrum, das an der Niendorfer Straße in Bienenbüttel entstehen soll, wurden in den vergangenen Wochen allerhand Fakten geschaffen. So ist mittlerweile nicht nur der Abriss der Ilmenauhalle besiegelt – auch der Bebauungsplan für das neue Gebäude wurde von den Ratsmitgliedern verabschiedet. Was bleibt, ist jedoch die Angst, dass die Gemeinde aufgrund von unkalkulierbaren Kostensteigerungen am Ende ohne eine fertige Halle und dafür mit einem Millionengrab auskommen muss. Der CDU-Landtagsabgeordnete Jörg Hillmer hat sich aus diesem Grund mit dem niedersächsischen Bauministerium in Verbindung gesetzt und gestern die Zusage für eine Erhöhung der Städtebauförderung erhalten: „Es gibt einen Nachschlag in Höhe von 1,26 Millionen Euro.“

„Die Preissteigerungen im Bausektor sind so enorm, dass es in Bienenbüttel große Sorgen wegen der Errichtung der Mehrzweckhalle gab. Weit über eine Million Euro an Mehrkosten kann keine Gemeinde einfach mal stemmen“, unterstreicht der Landtagsabgeordnete Jörg Hillmer. Wichtig sei gewesen, dass das Ministerium schnell reagiere. „Die weitere Planung und Umsetzung des Projekts hängt entscheidend davon ab“. Mit den zuvor bewilligten 4,6 Millionen Euro für die Gesamtmaßnahme stehen nun insgesamt 5,86 Millionen Euro aus der Städtebauförderung für den Bau des Mehrzweckzentrums zur Verfügung „Damit hat die Gemeinde eine seriöse Grundlage für die weitere Finanzplanung“, meint Hillmer.

In ähnlicher Weise äußert sich gestern auch Bienenbüttels Bürgermeister Dr. Merlin Franke zu dem Fördergeldnachschlag: „Mit diesen 1,26 Millionen Euro wird uns ein erheblicher Teil der Sorgen genommen. Wir kommen einen Riesenschritt nach vorne“. Die letzte Kostenschätzung für das Projekt war im vergangenen Oktober im Arbeitskreis Mehrzweckzentrum vorgestellt worden und belief sich auf rund 11,4 Millionen Euro. Es ist davon auszugehen, dass die realen Kosten aufgrund von Materialknappheit und gestiegenen Energiekosten noch deutlich ansteigen werden. Rund eine Millionen Euro werden vom Landkreis bezuschusst.

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