EHEC: Sprossenhofbetreiber wehren sich

Seit dem 14. Juli ist der Gärtnerhof im Bienenbütteler Ortsteil Steddorf wieder frei gegeben, nachdem er am 6. Juni wegen EHEC-Verdachts auf Veranlassung des niedersächsischen Landwirtschaftsministeriums geschlossen worden war. Für die Geschäftsführer Uta Kaltenbach und Klaus Verbeck waren diese sechs Wochen in jeder Beziehung ein Ausnahmezustand, wie sie jetzt öffentlich machen.

Unverständlich ist ihnen, wieso Landwirtschaftsminister Lindemann bereits am 5. Juni den Namen ihres Hofes "aufgrund eines bloßen Verdachts sofort öffentlich bekannt machte". Die Wirkungen sind nach Aussagen der Geschäftsführer verheerend gewesen: International wird der Steddorfer Hof als Quelle der EHEC-Epidemie genannt, obwohl sämtiche Proben vor Ort ohne Befund geblieben sind. Ihre Existenz ist massiv bedroht, sagen Kaltenbach und Verbeck, und der Ruf stark geschädigt. Hinzu komme die hohe psychische Belastung, weil man für den Tod und die Erkrankung zahlreicher Menschen verantwortlich gemacht worden sei. Sachverständige und Anwälte sollen nun das Vorgehen der Behörden prüfen, kündigen die Biohof-Betreiber an.

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