Schützen weichen ins Zelt aus

Sperrung der Ilmenauhalle zwingt Gilde für das Schützenfest zum Umzug

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Bereits für die Nord-Job wurde an der Ilmenauhalle ein Veranstaltungszelt aufgestellt. Auch die Schützengilde Bienenbüttel weicht jetzt für das Schützenfest in ein Zelt aus.

Bienenbüttel – Wenn in Bienenbüttel ab dem 31. Juli wieder Schützenfest gefeiert wird, bleibt vieles so wie gehabt. Zum Auftakt gibt es am Mittwochabend den Zapfenstreich auf dem Rathausplatz.

Doch das Fest selbst muss aufgrund der Sperrung der Ilmenauhalle in einem Zelt stattfinden.

„Hintergrund ist die Unsicherheit, ob die Halle bis dahin wieder zu nutzen ist“, sagt der erste Gildeherr Uwe Seehafer. Zwar arbeitete die Gemeindeverwaltung mit Hochdruck daran, die Halle wieder nutzbar zu machen, aber das Risiko, dass die Sperrung bleibt, sei einfach zu groß gewesen.

6000 Euro nimmt die Schützengilde für das 20 mal 30 Meter große Festzelt in die Hand. Das sei für die Gilde eine ordentliche Stange Geld, sagt Seehafer. Außerdem müsse noch geklärt werden, ob und wie das Festzelt während des Schützenfests bewacht werden muss. Auch logistisch stellt die Sperrung von Teilen der Ilmenauhalle die Gilde vor Herausforderungen. So findet das Kinderkönigsschießen mit dem Lichtpunktgewehr dieses Jahr im Karateraum statt und die Küche des Festwirts muss von der Halle ins Zelt umziehen. Die Toiletten in der Ilmenauhalle können laut Seehafer weiterhin genutzt werden und auch der Schießstand ist nicht von der Sperrung betroffen.

„Ich bin gespannt, wie die Stimmung im Zelt sein wird“, sagt Seehafer. Er habe im Rheinland damit während des Karnevals gute Erfahrungen gesammelt. Für die Schützengilde sei das Feiern im Zelt außerdem ein Ausflug in die eigene Geschichte. „Bis in die 60er Jahre hat man das Schützenfest auf dem alten Festplatz im Zelt gefeiert“, berichtet Seehafer. Darin erinnern könnten sich aber nicht mehr viele.

Zwar hätte sich der erste Gildeherr insgesamt etwas mehr Zeit zum Organisieren gewünscht. „Das ging schon alles hopplahopp“, sagt er. Aber Seehafer kann dem Ganzen auch durchaus positive Seiten abgewinnen. „Ich sehe das als Testlauf, weil in absehbarer Zeit die alte Ilmenauhalle abgerissen wird und ein Neubau entsteht. Dann müssen wir wieder ins Zelt“, sagt er. Dann könne man von der Erfahrung profitieren. „Hauptsache ist doch, dass es einen Ort gibt, um gemeinsam zu feiern.“

VON LARS LOHMANN

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