Für 20 Millionen Euro erhält die Salztherme Lüneburg eine neue Badelandschaft

Sonntag wird der Stöpsel gezogen

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Badespaß im Wellenbad des Salü. Die Badelandschaft wird für 20 Millionen Euro umgebaut.

Lüneburg. Schon am Morgen herrscht Andrang an der Kasse. Senioren und Berufstätige, Kinder und ihre Eltern warten auf Einlass in die Salztherme Lüneburg, kurz Salü. Einer der Knirpse hat einen aufblasbaren Fisch mitgebracht. Er ist wohl so groß wie der Junge selbst.

Salü-Geschäftsführer Dirk Günther im Eingangsbereich der Badelandschaft: „Eine Freizeitanlage, die erfolgreich bleiben will, muss alle drei Jahre was Neues bieten.“

Über 400 000 Menschen haben im abgelaufenen Jahr das Salü besucht. Das ist Rekord. Einer der Hauptanziehungspunkte für kleine und große Baderatten ist das Wellenbad. Doch das wird jetzt zwei Jahre lang geschlossen. Für 20 Millionen Euro wird es umgebaut. „Wir feiern am Sonntag Abschiedsparty. Um 21 Uhr wird der Stöpsel gezogen und das Wasser rausgelassen“, sagt Geschäftsführer Dirk Günther. Auf diesen Moment hat er lange hingearbeitet, denn während der Bauarbeiten läuft der Betrieb weiter. Saunalandschaft, Übungsbecken und Sportbad bleiben geöffnet, betont Günther. Der Eingang wird für diese Zeit an die Soltauer Straße verlegt. Mit besonderen Angeboten wie etwa einem Baustellen-Aufguss will er die Gäste bei Laune halten.

Der Umbau ist aus Sicht des gelernten Reiseverkehrskaufmanns unvermeidlich. „Eine Freizeitanlage, die erfolgreich bleiben will, muss alle drei Jahre was Neues bieten“, erklärt der 49-Jährige. „Das Gebäude ist abgerockt.“ Das Wellenbad aus dem Jahr 1972 wird bis auf die Beckenwände abgetragen. Die Treppen weichen aus Sicherheitsgründen einem Strandauslauf. Und das ganze Freizeitbad wird barrierefrei.

Auch optisch wird sich das Salü verändern. Ein spezielles Farbkonzept soll den Besuchern die Orientierung in dem 10 000 Quadratmeter großen Komplex erleichtern. „Es wird keine Bananen und Orangen mehr geben“, kündigt Geschäftsführer Günther an.

Dabei geht es nicht nur um Fliesen und Farben, sondern auch um die unsichtbare Technik. Viele Kilometer Rohrleitungen verlaufen im Untergrund. „Es funktioniert alles noch“, sagt Günther. Aber mit dem Energieverbrauch des Salü könne man eine kleine Stadt befeuern. Durch den Umbau will er 30 Prozent einsparen. So wird die von zwei Schiffsmotoren angetriebene Wellenmaschine etwa durch Drucklufttechnik ersetzt.

Der Umbau ist Teil des Masterplans „Salü 2025“, mit dem Günther das stadteigene Bad auf die Zukunft vorbereiten will. In diesem Rahmen wurde ein durchgehendes Wegenetz in der Anlage geschaffen. Die Gestaltung wurde thematisch auf Lüneburg ausgerichtet. Alles nichts gegen den geplanten Umbau, aber Günter stellt klar: „Es wird sich ganz viel verändern, aber die Leute werden das Salü wiedererkennen.“

• Am Sonntag, 14. Januar, von 10 bis 21 Uhr feiert das Salü eine große Abschiedsfeier. Von 10 bis 13 Uhr sind die Senioren dran, von 14 bis 18 Uhr steigt die Familien- und Kinderparty, von 18 bis 21 Uhr verwandelt sich das Salü in eine Badelounge. Vier Stunden lang ist der Eintritt frei.

Von Gerhard Sternitzke

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