Bienenbüttel stehen mehrere Baustellen im Ortskern bevor / Gewerbe soll geschont werden

Sommer der Engpässe kommt

Gleich mehrere Bauprojekte werden den Ortskern Bienenbüttels im kommenden Jahr beschäftigen. Unter anderem könnte die Bahnhofstraße erneut saniert werden. Archivfoto: Ph. Schulze

Bienenbüttel. Für die Einheitsgemeinde Bienenbüttel wird das kommende Jahr ein Jahr der Baustellen: Gleich vier Projekte stehen an. Neben dem Bau des Feuerwehrhauses in Rieste werden die drei anderen Baustellen im Kernort selbst sein.

Eine Belastung für die Bienenbütteler, die die Verwaltung gering halten will, wie es aus dem Rathaus heißt.

Konkret stehen im Kernort an: 1. Der Bau des Kirchenkreisels, samt Umgestaltung der Straße Am Kirchplatz und der Bahnhofstraße vom Kirchenkreisel bis zum Rathauskreisel.

2. Die Sanierung der Innenräume der Grundschule mit einer Erweiterung der Aula und möglicherweise die Einrichtung von Räumen für die Stadtbücherei.

3. Die Sanierung der Bahnhofstraße im Bereich der Haupteinkaufsstraße zwischen Rathaus und Bahnhof. Hier muss ein mangelhafter Unterbau der Straße in Ordnung gebracht werden.

Alle diese Maßnahmen finden an der Hauptverkehrsader des Hauptortes statt – möglicherweise gleichzeitig. Für die Geschäftetreibenden ein Damoklesschwert. „Ohne Behinderungen wird es nicht gehen“, sagt Bürgermeister Dr. Merlin Franke. Fest steht für ihn, dass die beiden Maßnahmen, die den Verkehr am stärksten behindern werden, nämlich der Bau des Kirchenkreisels und die Sanierung der Bahnhofstraße, nicht parallel verlaufen sollten. „Das kann man den Gewerbetreibenden nicht zumuten“, sagt der Verwaltungschef auch im Hinblick auf die Behinderungen, die die Geschäfte in der Bahnhofstraße bereits mit dem Umbau der Bahnhofstraße hatten. Denn die Straße musste wieder aufgerissen werden, das Bett der Straße war marode und sorgte für unebene Pflastersteine. Bei dieser Sanierung ging die Baufirma in Insolvenz. Auch die zweite große Maßnahme, der Bau des Kirchenkreisels, wird Engpässe im Verkehr mit sich bringen. Bis September muss der Bau des Kirchenkreisels samt des Umbaus der Bahnhofstraße bis zum Rathaus und die Straße Am Kirchplatz stehen – sonst fließen die Fördergelder nicht. Dieser Umbau werde abschnittsweise stattfinden, „um die ideale Verkehrsführung zu gewährleisten“, so Franke. Das Nadelöhr wäre in jedem Fall der Bereich der Bahnhofstraße zwischen Kirchenkreisel und Rathauskreisel – der Bereich, in dem auch der Umbau der Grundschule ansteht. Bis März kann nicht gebaut werden, stellt Franke klar. Das Zeitfenster für die Sanierung des längeren Bahnhofstraßen-Abschnitts ist also eng.

Derzeit steht noch nicht fest, wann der Umbau Haupteinkaufsstraße beginnen kann – und mit welchem Geld. Noch wartet die Kommune auf ein Gutachten der Bürgschaftsgesellschaft des insolvent gegangenen Bauunternehmens, das die Bahnhofstraße hätte erneut sanieren sollen. Das fehlt bisher. Angekündigt war es bereits für Anfang Dezember. Bienenbüttel habe bereits Druck gemacht, dass es bald kommt. Ist das Gutachten da, steht auch fest, wie hoch die Schäden sind und wie viel Geld die Einheitsgemeinde Bienenbüttel aus der Insolvenzmasse der Baufirma erwarten kann. „Ich gehe aber nicht davon aus, dass es die Baukosten kompensieren wird“, so der Bürgermeister.

Von Kai Hasse

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