Bienenbütteler sind skeptisch gegenüber Wohnpark / Beginn der Arbeiten im September

Skepsis bremst Bienenbütteler Millionen-Projekt

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So könnte man nach einer Animation des Bauträgers in der Bienenbütteler Lindenstraße wohnen. Acht Wohnungen sind schon vergeben. Die Bienenbütteler selbst halten sich zurück.

Bienenbüttel – Das Interesse war groß am sogenannten Wohnpark an der Ilmenau. Barrierefreie Wohnungen auf dem hohen Ufer über dem Fluss, zugleich in unmittelbarer Nachbarschaft zur Bienenbütteler Einkaufsstraße sprachen viele Kaufinteressierte an.

Dennoch ist noch kein Bauarbeiter, keine Maschine, kein Betonfundament auf dem Grundstück an der Lindenstraße 6 zu sehen. Im Winter hatte Frank Scheper den Baubeginn noch für Mai angekündigt (AZ berichtete). Grund für diese weitere Verzögerung des 6 bis 7 Millionen Euro schweren Projekts sind auch die Gerüchte, die im Ort kursieren, meint der Bauträger auf AZ-Nachfrage.

Frank Scheper, Bauträger

„Ein Großteil der Interessenten kommt aus dem Großraum Lüneburg und aus Hamburg, weil die Preise steigen“, berichtet Scheper. „Es ist ein supergroßes Interesse.“ Nur die Käufer aus dem Ort hätten einen Rückzieher gemacht. Sie wollten erst Kaufverträge abschließen, wenn die Bauarbeiten begonnen haben. „Sie haben die Sorge, dass ich nicht richtig zu bauen anfange“, erzählt der Investor aus Baden-Württemberg. „Eine unberechtigte Skepsis, es gibt sie aber.“ Das Projekt hatte sich zunächst unter anderem durch zusätzliche Forderungen der Gemeinde unter anderem zur Zahl der Parkplätze und zur Parkplatzbreite verzögert. Der Bebauungsplan ist inzwischen aber für das Projekt geändert.

So soll der Wohnpark an der Ilmenau aussehen.

Grund für den neuerlichen Verzug ist auch die Bankbürgschaft, die er hinterlegt hat, erläutert Scheper. „Ich brauche zehn bis elf verkaufte Wohnungen, und dann beginne ich zu bauen“, erklärt der Investor. Acht seien schon verkauft beziehungsweise notariell beglaubigt. „Ich gebe mir noch mal den Juli und den August.“ Dass er die Wohnungen in dieser besonderen Lage loswird, daran hat er aber keine Zweifel. „Das ist eine reine Frage der Zeit, und dann geht das los“, sagt Scheper. Bis zur Fertigstellung würden vermutlich alle Wohnungen zum selbst dort leben und als Geldanlage verkauft sein.

„Ich beginne seit zwei Wochen damit, die Leistungsbeschreibungen rauszuschicken, damit ich Angebote von den Baufirmen bekomme“, berichtet Scheper. Im September sollen dann die Erdarbeiten auf dem Grundstück anlaufen, die Rohbauarbeiten sollen im Oktober anlaufen. „Wir werden bis in den Winter bauen. Ich gehe davon aus, dass die Tiefgarage dann fertig ist“, sagt der Investor. Zum Dezember 2020 sollen und müssen die Wohnungen dann bezugsfertig sein. So steht es in den Verträgen.

VON GERHARD STERNITZKE

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