Täter stoppt wahllos einen Pkw und haut dann mit Beil auf die Windschutzscheibe

SEK-Einsatz bei Lüneburg: 58-Jähriger schlägt mit Axt auf Auto ein

ds/pm Lüneburg / Radbruch. Ein offensichtlich verwirrter Mann schlug heute in Radbruch bei Lüneburg mit einer Axt um sich und schloss sich anschließend in einem Wohnhaus ein. Aufgrund der gefährlichen Lage musste ein SEK der Polizei den 58-Jährigen später überwältigen.

Der 58 Jahre alter Bewohner aus Radbruch war gegen 9.30 Uhr auf die Bardowicker Straße getreten und hatte mit einer Axt in der Hand wahllos ein Fahrzeug eines zufällig vorbeifahrenden 65 Jahre alten Radbruchers gestoppt. 

In der Folge schlug der 58-Jährige mit der Axt auf die Windschutzscheibe. Mit einem weiteren Schlag beschädigte der Mann dann auch eine Seitenscheibe des Autos und verletzte den 65-Jährige alten Autofahrer. Dieser erlitt eine leichte Prellung an der Hüfte und wurde kurz ärztlich im Winsener Krankenhaus behandelt.

Der 58-Jährige schrie in der Folge verwirrt auf der Straße herum und begab sich dann wieder in sein Wohnhaus zurück. Bei einem ersten Kontakt mit der alarmierten Polizei zeigte er sich aggressiv und schloss sich mit zwei Äxten im Wohnhaus ein. Die Polizei sicherte in der Folge den Bereich und brachte Spezialkräfte (u.a. SEK, Verhandlungsgruppe und Polizeihunde) zum Einsatz. Beamte des Spezialeinsatzkommandos Niedersachsen überwältigten den 58-Jährigen in der Folge im Wohnhaus mittels des Einsatzes von Tasern. Er blieb unverletzt und wurde zur Vorführung beim Einweisungsbeamten mit zur Polizei nach Lüneburg genommen.

Die Beamten gehen von einer psychischen Erkrankung des Mannes aus. Hinweise auf politische oder religiöse Hintergründe gibt es aktuell nicht. Die Ermittlungen wegen gefährlicher Körperverletzung und gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr dauern an.

Rubriklistenbild: © dpa

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