Gemeinde will Ortsdurchfahrt Steddorf im Rahmen der Dorferneuerung für 543 000 Euro umgestalten

Schwenks sollen Verkehr bremsen

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Häufig brausen die Autofahrer zu schnell durch Alt-Steddorf. Die Ortsdurchfahrt soll im Rahmen der Dorferneuerung umgebaut werden.

Bienenbüttel-Steddorf. Schnöder Asphalt zieht sich durch Steddorf. Viel zu schnell braust der Verkehr durch das Altdorf. Das soll sich jetzt ändern. Im Rahmen der Dorferneuerung soll die Ortsdurchfahrt umgestaltet und verkehrsberuhigt werden.

Jetzt wird das Vorhaben konkret. Im Bauausschuss am Dienstag, 31. Januar, um 18. 30 Uhr im Mühlenbachzentrum werden die Planungen vorgestellt.

Für rund 543 000 Euro, so die Schätzung des Ingenieurbüros, sind unter anderem Fahrbahnverschwenkungen geplant, die die Autos aus Richtung Rieste und in Neu Steddorf am Baugebiet Wellbruch bremsen sollen. So steht es in der Verwaltungsvorlage zur Bauausschuss-Sitzung. Im Alt-Dorf sind zudem ein neuer Fußweg einschließlich Straßenbeleuchtung, neue Einmündungsbereiche sowie eine Muldengosse vorgesehen.

In der Anliegerversammlung am Montag vergangener Woche gab es Bedenken gegen die Verschwenkungen. Die Bürger ließen sich aber laut Verwaltung vom verkehrsberuhigenden Effekt der Maßnahme überzeugen. Skeptische Reaktionen gab es auch für die sogenannten Buskaps. Busse sollen demnach zukünftig auf der Fahrbahn halten, die Haltebuchten verschwinden. Die Anlieger machten sich Sorgen um die Sicherheit der Schulkinder. Von sogenannten Drängelgittern wird aber ebenfalls aus Sicherheitsgründen abgeraten.

Die Gemeinde hofft für die Umgestaltung auf Fördermittel in Höhe von 53 Prozent, das sind 288 000 Euro. Für Fußweg und Straßenlaternen werden gemäß Straßenausbausatzung auch die Anlieger zur Kasse gebeten.

Die Dorferneuerung für einen Teil der Gemeinde Bienenbüttel läuft noch bis Ende 2018. Die Steddorfer Ortsdurchfahrt stand auf Priorität drei. Der Arbeitskreis Dorferneuerung hat Anfang des Monats empfohlen, Grünhagen auf Priorität vier zu setzen. Dort ist ein Gehweg mit Überquerungshilfe an der Eitzener Straße sowie ein Kletterspielplatz am Dorfgemeinschaftshaus geplant. Vorhaben in Bornsen und Varendorf sollen 2018 angemeldet werden.

Auch Grundeigentümer in Bargdorf, Steddorf, Rieste, Varendorf, Bornsen und Grünhagen können bis 31. Dezember 2018 mit Hilfe der Dorferneuerung Bau- und Sanierungsmaßnahmen durchführen, die zur Erhaltung und Gestaltung des dörflichen Charakters beitragen, informiert die Gemeinde. Anträge können bis zum 15. Februar oder 15. September beim Amt für regionale Landesentwicklung eingereicht werden, 2018 zum 15. September. Erstattet werden 30 Prozent, aber höchstens 50 000 Euro. Begonnen werden darf erst, wenn der Bescheid vorliegt.

• Vordrucke: Frau Ihly, (0 58 23) 98 00 33, k.ihly@bienenbüttel.de.

Von Gerhard Sternitzke

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