Schallschutz über mehrere Kilometer

In Bienenbüttel ist die Montage der Schallschutzwände wieder angelaufen, in Bad Bevensen wird Mitte dieses Monats mit den Maßnahmen an den Bahngleisen begonnen.

Bad Bevensen/Bienenbüttel - Von Ines Bräutigam. Eigentlich sollten die Arbeiten bereits Ende vergangenen Jahres abgeschlossen sein. Doch dann kamen der Bahn Lieferschwierigkeiten in die Quere – das Aufstellen der Lärmschutzwände entlang der Bahnlinie in Bienenbüttel musste in eine Zwangspause gehen. Jetzt haben die Arbeiten wieder begonnen, wird Element für Element in die Stelen montiert.

Auch in Bad Bevensen und Bruchtorf erstellt die Bahn insgesamt sechs Schallschutzwände in einer Gesamtlänge von rund 4000 Metern. Die zwei bis drei Meter hohen Wände werden beidseitig der Bahnlinie errichtet, und zwar

• östlich der Bahn in Bad Bevensen zwischen der Höhe Lüneburger Straße bis „Am Forstgarten“ (725 Meter)

• östlich der Gleise zwischen dem Ende Schwarzer Weg bis Bruchtorfer Straße (610 Meter)

• westlich der Bahn zwischen Höhe Am Pathsberg bis Medinger Allee auf einer Länge von 820 Metern

• westlich der Bahn in Medingen beginnend Höhe An den Buchen parallel der Bevenser Straße mit einer Länge von 630 Metern

• östlich der Gleise in Bruchtorf zwischen südlichem Ortsrand parallel zur Ilmenaustraße (506 Meter)

• östlich der Bahn in Bruchtorf zwischen Höhe Rad- und Fußwegtunnel bis zum nördlichen Ortsrand (Länge 698 Meter)

Die Wände bestehen aus hochschallabsorbierenden Leichtmetallelementen. Ihr Aufbau wird vor allem während der nächtlichen Sperrpausen erfolgen. Die Bahn bittet in diesem Zusammenhang um Verständnis für akustische und optische Signale, die zur Absicherung der Bauarbeiter notwendig sind. Die vorbereitenden Arbeiten haben bereits begonnen; die nächtlichen Sperrpausen beginnen am 15. August und enden voraussichtlich am 11. Dezember. Ende März 2011 sollen die Arbeiten dann komplett abgeschlossen sein.

Unterdessen hat die Bahn in Bad Bevensen und Bruchtorf auch mit der Bestandsaufnahme für Maßnahmen zum passiven Schallschutz begonnen. Schallschutzfenster und -lüfter sollen hier eine deutliche Verbesserung der Lärmsituation bringen. Alle Haus- und Wohnungseigentümer entscheiden aber selber über die Teilnahme an diesem freiwilligen Sanierungsprogramm der Bahn.

In Abstimmung mit der Samtgemeinde Bevensen wurden entlang der Gleise fast 400 Gebäude und Wohnungen mit Grenzwertüberschreitungen ermittelt, die vor 1974 erbaut wurden und somit förderfähig sind. Die Kosten für die Maßnahmen werden zu 75 Prozent vom Bund übernommen, die restlichen 25 Prozent haben die Eigentümer zu tragen.

Zurzeit werden die Anträge für das Programm an die Eigentümer versendet. Nach Rücklauf der Unterlagen wird durch ein Ingenieurbüro ein Ortstermin vereinbart, um die Lärmsituation genau zu beurteilen. Die passiven Maßnahmen sollen bis 2012 abgeschlossen sein.

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