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Bauarbeiten an Kläranlage verzögern sich durch Lieferengpässe

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Von: Theresa Brand

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Baustelle Kläranlage
Auf dem Gelände der Kläranlage in Hohenbostel wird seit Anfang Februar 2021 gebaut. Zuletzt kam es jedoch zu Lieferengpässen, sodass die Maßnahmen aktuell drei Monate hinter dem Zeitplan liegen. © Privat

 Bei den Bauarbeiten an der Kläranlage in Hohenbostel gibt es Probleme, denn einige Bauteile sind nicht lieferbar. Dies führt dazu, dass die Sanierungsmaßnahme nun schon drei Monate hinter dem Zeitplan liegt.

Bienenbüttel-Hohenbostel – Eigentlich sollten die Arbeiten an der Kläranlage in Hohenbostel schon weiter fortgeschritten sein. Doch mittlerweile liegen die Sanierungsmaßnahmen drei Monate hinter dem eigentlichen Zeitplan. Grund dafür sind laut Angaben der Gemeinde Lieferengpässe. Die notwendigen Bauteile für die elektrische Mess-, Steuerungs- und Regelungstechnik könnten von der beauftragen Firma Siemens erst im September geliefert werden.

Bestellt worden seien sie bereits im August letzten Jahres – damals habe es geheißen, die Teile kämen im Dezember. Später wurde daraus April 2022, im Februar sei dann der September als Liefertermin mitgeteilt worden. Problem: Ohne diese Bauteile kann die Anlage nicht IN Betrieb gehen. Die Gemeinde gibt jedoch an, die beauftragte Firma Hermes habe eine Übergangslösung entwickelt, mit der es möglich sein könne, die Belebung im September in Betrieb zu nehmen. Nach jetzigem Stand liege die Kostenerhöhung bei 280 000 Euro, was vor dem aktuellen Hintergrund noch positiv zu bewerten sei.

Bürgermeister Merlin Franke sagte im Bauausschuss, Anfang Juni könne die sogenannte Kaltinbetriebnahme starten. Anfang September würden erste Umschlussarbeiten vorgenommen und anschließend erstmals Wasser in Teile der Kläranlage eingeleitet. Im nächsten Bauabschnitt sollen die alten Becken abgerissen werden. „Das geht natürlich erst, wenn die neue Anlage den Betrieb aufgenommen hat, also Ende September“, erklärt Franke. Anfang nächsten Jahres beginne dann die Bepflanzung der Becken mit Schilf – da käme es auf die naturgegebenen Umstände an, wie schnell alles anwachse. Trotz der Verzögerung geht die Gemeinde derzeit davon aus, dass die Sanierung im Mai nächsten Jahres fertiggestellt werden kann.

Zurzeit wird die Belüftungseinheit für die Belebung fertiggestellt, die Strömungswand eingebaut und die Installation der Belüfterplatten vorbereitet. Die Belüftung ist ein wichtiger Bestandteil des Belebungsbeckens: Die darin lebenden Bakterien und Kleinlebewesen benötigen Sauerstoff, um das Abwasser biologisch zu reinigen.

Der Anlagenbau befinde sich in der Rechenhalle und verbindet dort die Kompaktanlage, also Rechen und Sandfang, mit dem Zulaufschacht, dem Leitungskeller und den Belebungsbecken. Techniker legen die notwendigen Kabel und verbinden sie in der Schaltzentrale zwischen den Belebungsbecken. Sie schließen Sonden an, die der Messung und Automatisierung dienen. Im Lüftungsraum, am Leitungskeller und der Rechenhalle führen sie Dämmarbeiten durch, stellen Geländer auf und bauen Schachtabdeckungen ein.

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